Grüne im Kreis wählen Elke-Marita Stuckel-Lotz aus Gladbeck zu ihrer Landratskandidatin

Auf ihrer gut besuchten Kreismitgliederversammlung in Recklinghausen haben die Kreisgrünen die Weichen für die nächste Kommunalwahl gestellt und ihre Kandidaten für die 36 Kreiswahlbezirke gewählt.

Gleichzeitig entschieden sie sich einstimmig dafür, eine Kandidatin für die Wahl des Landrats aufzustellen. Mit 89 Prozent der Stimmen wurde die einzige Kandidatin Elke Marita Stuckel-Lotz aus Gladbeck, Stellv. Landrätin seit 2004 und seit 1994 Kreistagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen gewählt.

Die 65-jährige gebürtige Bottroperin und gelernte Steuer- und Wirtschaftsfachangestellte war lange Jahre als Finanzbuchhalterin tätig. Sie hat in Herten 36 Jahre gewohnt und war dort auch von 1989 bis 1994 Ratsfrau für Bündnis 90/Die Grünen. Stuckel-Lotz  ist ihren politischen Weg auf mehreren Ebenen gegangen.

Seit 35 Jahre in der Frauenszene aktiv und die Themen sind breit gestreut. Schwerpunkte im sozialen Bereich sind: Kinder, Familie und Altenpolitik sowie Kultur, Frauen und Gender – doch auch Umwelt und Wirtschaftspolitik. Im Kulturbereich agierte sie seit Mitte der 80er Jahre ehrenamtlich und gründete in der Zeit mehrere Frauengruppen und Bürgerinitiativen. Schon früh war sie – d.h. in Bürgerbewegungen  und überparteilichen Gruppen tätig und seit 1986 Mitglied bei B90/Die Grünen.

Zu ihren politischen Zielen hier Auszüge aus ihrer Bewerbungsrede auf der Mitgliederversammlung:

Ich hab das Ohr ganz nah bei den Bürgerinnen und Bürgern und nicht  nur deshalb bin ich Mitglied  in 26 Vereinen und Verbänden im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus – teils auch aktiv in Vorständen!

Ich setze mich für die Menschen in unserer Region ein und meine Schwerpunkte und Erfahrungen durch 25-jährige parlamentarische Arbeit helfen mir dabei. Klare Absage erteile ich allerdings den  Lobbyisten – nicht nur die eigenen Interessen, sondern das Allgemeinwohl sollte überwiegen.

Eine wachsende Rolle bei uns im Kreis hat die Sozialpolitik, jedes vierte Kind ist von Hartz 4 betroffen, darum ist neben anderen Politikfeldern die soziale Gerechtigkeit für uns alle wichtig. Speziell diese Kinder sind auf frühkindliche Bildungsangebote angewiesen. Deshalb ist der Sozialbereich unter den kommunalen Ausgabepositionen der größte Brocken.

Lokal kann auch Sozial sein – aber es gibt viele Gesichter, die im Schatten stehen … überall und strukturbedingt besonders im Kreis Recklinghausen. Wir müssen uns mit der Inklusion beschäftigen – mit einer Produktionsschule und wir benötigen einen Runden Tisch für Migration und Integration des Kreises unter Beteiligung der Migrantenorganisationen.

Es ist keinesfalls hinnehmbar, dass Jugendliche aus armen und sozial schwierigen Lebensverhältnissen zunehmend ins Abseits geraten. Lt. Familienbericht sind allein in meiner Wohnstadt Gladbeck 41 Prozent der Familien von Armut bedroht oder schon betroffen.“

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