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Integration » „In Deutschland stimmt man nicht über die Todesstrafe ab!“
25Apr

„In Deutschland stimmt man nicht über die Todesstrafe ab!“

In einer aktuellen, emotionalen Stellungnahme zeigt sich die Landtagskandidatin der Grünen für Gladbeck und Dorsten, Elke Marita Stuckel-Lotz, entsetzt über den Ausgang des Referndums in der Türkei:

„Die Entrüstung ist groß – bei mir gleichermaßen! Geahnt haben wir den Ausgang des Referendums alle. Ein Ausgang, der mir unverständlich ist: Die Vorteile einer Demokratie genießen und in einem Rechtsstaat leben – aber die eigenen Landsleute in der Türkei  so auszuliefern!

Elke Marita Stuckel-Lotz spricht sich nun gegen einen EU-Beitritt der Türkei aus

Ich habe mich 2013 im Rahmen des Bundestagswahlkampfes immer positiv geäußert – wenn die Frage nach einer EU-Mitgliedschaft der Türkei aufkam. Heute wäre meine Antwort selbstverständlich ein klares ‚Nein‘! Wenn Erdogan nun eine Volksabstimmung über die Todesstrafe will, dann muss die Teilnahme von den hier lebenden Türken in Deutschland unterbunden werden. In Deutschland stimmt man nicht über die Todesstrafe ab! Es ist  unfassbar, wo wir mittlerweile  im 21. Jahrhundert gelandet sind! Ich frage mich auch, warum ausgerechnet Frauen diesen Mann wählten, der Frauenrechte schon seit langem abgeschafft hat und  jetzt die Menschenrechte im Allgemeinen mit Füßen tritt!

Wer hier lebt und sich wohl fühlt, sollte diese Vorteile auch so für sein Heimatland einfordern –  für die dort wohnenden Landsleute. Liebe  und Verbundenheit zum Heimatland  sind ja legitim – das darf sich aber nicht so äußern, wie das teilweise jetzt passiert ist. Und wer Erdogan als Übervater sieht und für das Referendum gestimmt hat, der oder die hat was nicht verstanden! Wahlfreiheit in einer Demokratie nutzen und sich eine Diktatur wünschen? Für die Todesstrafe plädieren – ich kann es kaum noch ertragen!

Im Übrigen glaube ich persönlich auch nicht an einen rechtmäßigen Ablauf der Wahl und habe Hochachtung vor all den Menschen, die hier und in der Türkei deswegen vorher und auch jetzt wieder auf die Straße gehen und protestieren.“

Verfasst am 25.04.2017 um 12:56 Uhr von .
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