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26Apr

Kurzes Interview mit der Landtagskandidatin Elke Marita Stuckel-Lotz

Frage: Frau Stuckel-Lotz, was hat eine Direktkandidatin zur Landtagswahl 2017 eigentlich für Aufgaben?

Antwort: Ich habe eine Menge zu tun, vieles ist nicht sofort ersichtlich wie etwa der Online-Wahlkampf. Früher ging es vorrangig um Wahlkampfzeitungen, Podiumsdiskussionen und Plakatieren, heute bestimmen Websites und vor allem Facebook die Auseinandersetzungen. Vieles erledige ich in der Nacht, da ich dann meine Ruhe habe. Was für mich nicht fehlen darf, ist der direkte Dialog mit der Wählerin, etwa am Info-Stand in der City.

Frage: Welche Themen dominieren aktuell im Gespräch mit dem Wähler?

Antwort: In der Regel geht es dann um kommunale Themen – ein Unterschied zur Landespolitik wird oft nicht gesehen. Das Thema Schule ist hier sehr dankbar, weil es die Orts- mit der Landesebene verschränkt, denn Bildung ist Landespolitik. Aktuell freuen wir uns über das Rot-Grüne Förderprogramm „Gute Schule 2020“, das es ermöglicht auch in Gladbeck und Dorsten Schulen zu sanieren, modernisieren und auszubauen. Weitere Themen sind die Energiepolitik und oft auch die Altersarmut. Viele RentnerInnen haben hier zum Teil begründete Ängste – auch in Bezug auf die Bezahlbarkeit von Arztbesuchen, Brillen, Zahnersatz und Ähnlichem.

Elke Marita Stuckel-Lotz vor den aktuellen Plakaten der Grünen zur Landtagswahl. In Gladbeck allein wurden an 19 Standorten 76 Plakate verklebt.

Frage: Flüchtlinge kommen nicht vor?

Antwort: Doch, aber in der Regel mit negativem Einschlag, das zeigen auch die zahllosen Hasskommentare auf Facebook zu unserer Integrationspolitik. Wir kommen mit dem Löschen kaum nach. Viele sehen eine kommende „Überfremdung“, obwohl es sich zahlenmäßig im Kreis Recklinghausen nur um recht wenige Menschen handelt. Wir müssen helfen, wo wir helfen können. Aktuell geht es um die Abschiebungen nach Afghanistan, die auch von der SPD befürwortet werden. Halten Sie dieses Land für sicher? Würden Sie dort auch nur Urlaub machen?

Frage: Wo zeigt sich denn konkret im Alltag der Menschen die grüne Landespolitik?

Antwort: Nehmen wir die Katzenschutzverordnung, die es seit Ende März etwa in Gladbeck gibt. Da haben die Landesgrünen gesetzgeberisch Vorlagen geschaffen, die dann vor Ort umgesetzt werden konnten. Damit kann das Leiden zahlloser Freigänger-Katzen durch frühzeitige Kastration eingeschränkt werden. Oder nehmen Sie den Landesentwicklungsplan, der vorrangig von dem grünen Umweltminister Johannes Remmel vorangetrieben wird. Da geht es um die Ausweisung von Standorten für neue Windkraftanlagen auch vor Ort.

Frage: Wie sehen Sie Ihre Chancen in den Landtag zu kommen?

Antwort: Realistisch – also eher nicht. Ich bin zwar auch auf der Landesreserveliste der Partei abgesichert, aber erst auf Platz 57. Der Trend ist aktuell nicht auf unserer Seite, aber wir sind keine Populisten und hängen unser Fähnlein daher auch nicht einfach in den Wind, wenn es mal schwierig wird. Wir kämpfen für unsere Ziele!

 


Hier gibt es unser Kurzwahlprogramm für NRW: https://gruene-nrw.de/dateien/kurzwahlprogramm.pdf

 

Verfasst am 26.04.2017 um 11:13 Uhr von .
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