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Anträge & Anfragen & Stadtplanung » Erscheinungsbild der Innenstadt
06Jan

Erscheinungsbild der Innenstadt

Gemeinsam mit der SPD beantragen wir GRÜNE, den Punkt „Erscheinungsbild der Innenstadt / Sachstandsbericht zur Anwendung der Innenstadtsatzung“ auf die Tagesordnung des nächsten Ausschusses für integrierte Innenstadtentwicklung am 22. Januar 2010 zu setzen:

Begründung:

Vor gut acht Jahren hat der Rat die Innenstadtsatzung erlassen, die die Gestaltung von Gebäuden und baulichen Anlagen im Bereich der Fußgängerzone reglementiert. Die Satzung wurde gemeinsam mit Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen (Einzelhandelsverband, Werbegemeinschaft, Immobilieneigentümer, Seniorenbeirat, Jugendvertretern, Politik etc.) erarbeitet und sollte das individuelle, unverwechselbare Erscheinungsbild der Innenstadt schützen und befördern. Mit der Vorgabe von Materialien für die Fassadengestaltung sollte die regionale Baukultur gewahrt und gepflegt werden. Parallel wurde eine Gestaltungsfibel herausgegeben, welche die Zielsetzung und die Inhalte der Satzung veranschaulichte.

In der jüngeren Vergangenheit musste die Innenstadt einen tiefgreifenden Wandel u.a. durch die Schließung von Peek & Cloppenburg und Hertie erfahren. Der Umbruch brachte insbeson-dere in der Horster Straße auch mehrere neue Geschäftsgründungen. Hierüber beriet der Ausschuss in seiner letzten Sitzung. Im Hinblick auf diesen Wandel wollen wir die Innenstadtsatzung einer Evaluation unterziehen: Wird die Satzung weiterhin erfolgreich angewandt und wird sie der Zielsetzung, das Erscheinungsbild unseres Stadtzentrums aufzuwerten und es vor Beliebigkeit zu schützen, nach wie vor gerecht? Oder muss die Satzung fortgeschrieben und den neuen Erfordernissen angepasst werden?

Beispielhaft sei auf die Regelungen zu Außenwerbung von Geschäftslokalen verwiesen: Die Satzung gibt unter anderem vor, dass Schriftzügen in Form von einzelnen Buchstaben und Firmenemblemen ohne hinterlegtes Transparent der Vorzug zu geben ist. Vorbildlich findet sich dieser Grundsatz an den Arkaden in der Horster Straße („Top Hair“, „Vodafone“) oder auch bei der Bärenapotheke wieder. Auch die vormalige Gastronomie „Kaisers“ am Willy-Brandt-Platz befolgte diesen Grundsatz sehr schön. Diese Zielsetzung fand bei vielen Geschäftswechseln der jüngeren Vergangenheit leider nicht immer Berücksichtigung.

Wir bitten die Verwaltung um einen Bericht.

Im Zusammenhang mit dem Erscheinungsbild der Innenstadt wird wiederholt auch der Umgang mit der Warenpräsentation im öffentlichen Verkehrsraum – also außerhalb der Geschäfte – diskutiert. Der Ausschuss sollte diese Diskussion aufgreifen und erörtern, ob auch Vorgaben zu Warenauslagen, Warenständern, Werbelibellen etc. getroffen werden sollten. Beispielhaft sei auf die Satzungen der Stadt Bonn (Sternstraße und Wenzelgasse) verwiesen.

Verfasst am 06.01.2010 um 18:00 Uhr von .
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