Haushaltssatire

Wir haben das ganze Wochenende im Rahmen unserer online Haushaltsklausur die Köpfe zusammengesteckt und versucht Lösungen für das Gladbecker Haushaltsloch von rund 3,4 Millionen Euro zu finden. Zum Glück hatten wir dabei fachmännische Beratung:

*Ironie an*

Wir Grünen hatten in diesem Jahr das große Glück einen 99% Gutschein am Black Friday auf A*** für eine Beratung bei einer riesengroßen Beratungsgesellschaft zu ergattern. Um uns Arbeit zu sparen, haben wir diesen Gutschein dazu genutzt, den Gladbecker Haushalt analysieren und uns beraten zu lassen. Nach erstaunlich kurzer Zeit präsentierten die Analyst*innen folgende Ergebnisse:

„Der größte Ausgabenposten sei schnell auffindbar gewesen und beträfe den Posten der Sozialleistungen, aber es gäbe da bewährte Vorgehensweisen aus der freien Wirtschaft, um diesem Problem entgegen zu wirken“. Der erfahrene Berater rät zu angepassten Aufhebungsverträgen. Jeder/jedem Gladbecker Bezieher*in von Sozialleistungen, die/der schon mindestens 5 Jahre in Gladbeck wohnt, solle je Person eine Prämie von 5000€ bekommen, wenn sie/er aus Gladbeck wegzieht. Diese Prämie wird nur bezahlt, wenn diejenigen mindesten 5 Jahre aus Gladbeck wegzögen. Zusätzlich schlägt er 500€ Sonderprämie vor, wenn man nach Bayern zöge, im Freistaat sei ja noch genug Geld vorhanden. Unterm Strich würde auf diese Weise ein großer Posten auf Dauer gesenkt werden können.

Aber man solle auch die Einnahme Seite nicht vernachlässigen. Großes Potential sehe er in den reichlich vorhandenen Erzieher*innen, die in Gladbecker Kindertagesstäten arbeiten. Diese könnte man in eine Verleihfirma auslagern, denn der Bedarf nach diesen sei in den Nachbarstätten auffällig groß gewesen, hätte eine intensive Marktanalyse ergeben. Die dadurch entstehenden Mehreinnahmen könnten den nötigen Investitionsstau beim Bau neuer Kindertagesstäten decken, so dass spätestens Ende des Jahres für jedes Kind ein Kindergartenplatz zur Verfügung stehe. Auf die Nachfrage, wer denn die Kinder betreuen solle, wenn die Erzieher*innen doch an die Nachbarstätte ausgeliehen seien, antwortete er mit einem breiten Grinsen: „Dieses Problem lösen wir mit Werkverträgen, denn osteuropäische Verleiher könnten die Mindestanzahl an Erzieher*innen pro Kind sicherstellen. Im Wesentlichen würde sich dadurch die Qualität der frühkindlichen Bildung nicht dramatisch verschlechtern“

Aber auch kleinere Posten wurden unter die Lupe genommen. So sei der noch hohe Posten der Ausgaben für die Bibliothek reduzierbar. Für die regelmäßigen Nutzer*innen könnte eine A*** E-Book Reader Unlimited Mitgliedschaft und ein E-Book Reader gesponsert werden. Insgesamt könnte man auf diese Weise die Kosten halbieren. Außerdem ständen danach die Räumlichkeiten für die Unterbringung der Erzieher*innen zur Verfügung und die Mieteinnahmen könnten die Gewinnmarge verdoppeln.

Auch für die Altschulden hätte man sich für ein erprobtes Konzept entscheiden können. Die Bildung einer Bad Bank könnte helfen, Altlasten aus dem Portfolio der Stadt zu entfernen. Da auf diese Weise die Schulden zwar nicht verschwinden, aber zu mindestens einen aufhübschenden Effekt haben, da auf diese Weise Gewinn erwirtschaftende Unternehmungen durch Eingliederung ihre Gewinne reduzieren könnten. Dieses Konzept würden nicht mal die Rechnungsprüfer*innen verstehen und daher nicht hinterfragen.

Insgesamt kann man festhalten, dass durch die erfolgreiche Beratung der Stadt Gladbeck auch in Corona Zeiten noch rosige Aussichten bevorstehen könnten (Zwinkersmiley).           

*Ironie aus*

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