Wir läuten die Verkehrswende ein

Deutlich mehr Geld für den Radverkehr. Das ist das Ergebnis der Haushaltsberatung von vergangener Woche, in die wir GRÜNEN mehrere Anträge eingebracht hatten, um die Verkehrswende in Gladbeck zu befeuern. Dabei könnten wir Unterstützung von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bekommen, die in ganz Deutschland formelle Anträge in 101 Städten auf kurzfristig umzusetzende Radwege gestellt hat – darunter auch Gladbeck.

„Die DUH fordert innerhalb von kürzester Zeit Autospuren in Pop-Up-Radwege umzuwandeln und die von der Mehrheit der Menschen gewünschte Verkehrswende zu beschleunigen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zuletzt hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in Gladbeck eine Debatte um Pop-Up-Radwege entlang der Buerschen Straße angestoßen. Der dortige Radfahrstreifen über die sogenannte Asienbrücke bietet Radfahrenden nicht genügend Schutz, wenn sie von Bussen, LKW oder Autos überholt werden. Die Politik hatte die Stadtverwaltung aufgefordert, hier Lösungen zu finden.
„In der Haushaltsberatung gab es von allen Fraktionen den Wunsch, das Radfahren in Gladbeck weiter zu fördern“, freut sich Bernd Lehmann, unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Wir GRÜNE wünschen uns hier eine mutige Lösung, indem die heutige Parkspur für einen breiten, sicheren Radweg genutzt wird. Gemeint ist eine protected bike lane, also eine geschützte Fahrradspur, die sich schnell umsetzen lassen kann.
Der Antrag der Umwelthilfe in Gladbeck könnte diese Forderung befeuern: Ein aktuelles Gutachten der DUH belegt die Rechtmäßigkeit von kurzfristigen Pop-Up-Radwegen. Städte können demnach rechtsgültig und günstig Rad- und Fußverkehr fördern und Städte klimaverträglich und lebenswert gestalten. Auch auf der Sandstraße zwischen Hermanstraße und Marcq-En-Baroeul-Sztaße oder auf der Wilhelmstraße können wir uns Pop-Up-Radwege vorstellen.
In den Haushaltsberatungen haben wir uns für die Entfristung der Radverkehrsplanerstelle im Rathaus eingesetzt, haben 30.000 EUR für Servicemaßnahmen für Radfahrende eingeplant und die jährlichen Investitionsmittel um 50 Prozent von 200.000 EUR auf 300.000 EUR erhöht.

 

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