Gendern? Ja, bitte!

Wir sagen ganz klar: „Gendern? Ja, bitte!“ Deswegen haben wir einen Antrag an den Rat der Stadt Gladbeck gestellt, der sich mit der Umsetzung gendergerechter Sprache in offiziellen Schriftstücken der Verwaltung und auf der Website der Stadt Gladbeck befasst.

Außerdem möchten wir in der nächsten Ratssitzung über die Bezeichnungen Ratsfrau und Ratsherr diskutieren, denn auch hier halten wir es für angebracht, ein Äquivalent zu finden, das alle Geschlechter mit einbezieht.

Unseren Antrag inklusive Begründung könnt ihr hier ansehen.

Unser Gender Antrag schlägt große Wellen in den sozialen Netzwerken. Ob wir nichts Besseres zu tun hätten, was das denn kosten würde und warum das überhaupt nötig sei. Sind noch die netteren Einwände.

Ob wir nichts Besseres zu tun hätten und ob das denn überhaupt nötig sei? Da fragen wir zurück: „Ist Gleichberechtigung aller Geschlechter nicht wichtig?“ Auf der einen Seite wird beklagt, dass es zum Beispiel zu wenig Frauen im Gladbecker Rat gibt oder dass Frauen im Schnitt immer noch weniger verdienen als Männer. Diese Probleme müssen angegangen und gelöst werden und Sprache ist hierbei ein Anfang, denn Sprache kann auf Missstände aufmerksam machen und für Probleme sensibilisieren. Und wir können alle Kritiker beruhigen, wir setzen uns auch mit anderen Themen auseinander. Dass dieses Thema jetzt so aufgeputscht wird in der Öffentlichkeit zeigt uns, dass es sehr wohl sehr nötig ist darüber zu sprechen.

Und zur Frage was das denn kostet, hat unsere Vorstandsvorsitzende auch die passenden Worte gefunden: „Gendern kostet nichts, außer manche Menschen Überwindung.“

Unsere Ratsfraktion freut sich auf den regen Austausch in der nächsten Ratssitzung und hofft auf einen breiten Konsens bzgl. Unseres Anliegen, um uns dann den wirklich „wichtigen“ Themen zuwenden zu können.

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