Erneute Schulschließungen müssen abgewendet werden


Wir dürfen nicht einen zweiten Sommer nutzlos verstreichen lassen, ohne unsere Schulen auf eine weitere Corona-Welle vorzubereiten. Deswegen begrüßen wir die Anschaffung von CO2-Ampeln für Schulklassen als ersten Schritt. Weitere Maßnahmen müssten jedoch folgen.
Per Dringlichkeit hatten wir die Sorgen aus der Stadtbildungskonferenz, die Schulen könnten nach den Ferien erneut kalt durch Distanzunterricht erwischt werden, auf die Tagesordnung der letzten Ratssitzung am 1. Juli 2021 gesetzt. Die CDU wollte gemeinsam mit der AfD eine Beratung des Themas verhindern und stimmte gegen die Aufnahme in die Sitzung. „Es war gut, dass es vor den Ferien nochmal einen Austausch dazu gab, wie Stadt und Rat unsere Gladbecker Schulen ausreichend auf steigende Inzidenzen vorbereiten und Schulschließungen verhindern können“, so unsere Fraktionsvorsitzende Ninja Lenz. 
Schuldezernent Rainer Weichelt hatte die bisherigen Bemühungen der Stadt zur Unterstützung der Schulen beim Distanzunterricht erläutert. 98 Prozent der Lehrer:innen seien bereits mit mobilen Endgeräten ausgestattet. Bei den Schüler:innen seien es 34 Prozent. Begrenzende Faktoren für weitere Anschaffungen seien Verfügbarkeit und finanzielle Mittel.

„Wir GRÜNEN geben gerne weitere Mittel frei, um Gladbecker Schülerinnen und Schüler besser auszustatten“, hatte unser Fraktionsvize Bernd Lehmann im Rat dargestellt.  Darüber hinaus würden wir uns aber auch freuen, wenn die Stadt – etwa über die Schulleiter:innenkonferenzen – Lehrkräfte und Schülerschaft über Schulvertretungen zum Austausch an einen Tisch bringen würde.
Mit Blick auf das Land, fordern wir außerdem, Schulschließungen nicht pauschal auszusprechen, sondern die Situationen vor Ort in den Blick zu nehmen, denn unsere Kinder leiden unter dem Distanzunterricht. Das wurde auch in den Rückmeldungen der Schüler:innen in der Stadtbildungskonferenz deutlich. Schulschließungen müssen abgewendet werden!
Für besonders wichtig erachten wir es, dass vom Land einheitliche Konzepte für nicht vermeidbaren Distanzunterricht erarbeitet werden. Während es für alle Schulformen klare Lehrpläne für den Präsenzunterricht gibt, findet man beim Distanzunterricht nach wie vor einen bunten Flickenteppich aus Konzepten vor, die jede Schule oder einzelne Lehrkräfte selbst erarbeitet haben. Das sorgt für Chancenungleichheit und muss endlich gesteuert werden.

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