Wir wollen nicht die Fehler der Großstädte mit der E-Scooter Euphorie wiederholen

Ich ärgere mich wirklich sehr, dass man uns dieses Problem aufgehalst hat“, zitiert die WAZ den Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) bezüglich der Verleihsysteme von E-Scootern. Der Mobilitätsausschuss hatte sich zuletzt auch für Gladbeck für eine Einführung von Verleihsystemen gegen unsere Stimmen und die der Linken ausgesprochen. Wir GRÜNE wollen jetzt auf die Erfahrungen aus Düsseldorf aufbauen.
Unsere Kritik: Ökologisch sind die Billig-Scooter eine Katastrophe. Sie haben eine durchschnittliche Lebensdauer von gerade mal zwei Jahren und werden danach verschrottet. In der Regel ersetzen sie keine Autofahrt, sondern auf kurzen Stecken eher den Fußweg oder die Radfahrt. Damit tragen sie weniger zur ökologischen Umgestaltung des Verkehrs bei.

Außerdem blockierten gedankenlos abgestellte Scooter oft Gehwege und sind somit ein Ärgernis für behinderte und mobilitätseingeschränkte Menschen. Dies alles sind Ablehnungsgründe unserer Fraktion gewesen.
Darüber hinaus wollen wir nicht den öffentlichen Raum zur Gewinnmaximierung der Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Unsere Fraktion hat die Forderung nach eine Konzession oder einer Sondernutzungsgebühr in die Diskussion eingebracht. Düsseldorf erhebt laut WAZ-Bericht eine Sondernutzungsgebühr pro elektrisch betriebenen Roller von 50 EUR (bisher 20 EUR). Bei einer angestrebten Flottengröße von 300 Scootern in Gladbeck wären dies immerhin Einnahmen von 15.000 EUR pro Jahr. Auch die von Düsseldorf erhobene Gebühr für das Einsammeln von falsch abgestellten Scootern in Höhe von 100 EUR halten wir für sinnvoll und richtig.
Diese Forderungen werden wir auch in die kommenden Haushaltsberatungen einbringen. Wir dürfen nicht die Fehler der Großstädte im Rahmen der Scooter-Euphorie in Gladbeck wiederholen!

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