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27Jan

Grüner Stadtverband votiert mit großer Mehrheit für Ausbau mit Tunnel

Mitgliederversamlung beriet am Freitag zur A52

Die Gladbecker Grünen sprechen sich für den Ausbau der B224 mit einem Tunnel aus. Das beschlossen gestern die Mitglieder des Stadtverbandes auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. In vielen Wortbeiträgen in der gut zweistündigen Diskussion wurden die Verbesserungen, die der Tunnelbau gegenüber der heutigen Situation bringt, gewürdigt.

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„Wir wollten die breite Diskussion mit unseren Mitgliedern“, begründet die grüne Stadtverbandssprecherin Eva-Maria Stuckel die Einberufung der Mitgliederversammlung. Und dieses Angebot wurde von der Parteibasis dankbar und rege genutzt. In einem Vortrag erläuterte Bernd Lehmann, der die Grünen seit 13 Jahren im Stadtplanungs- und Bauausschuss vertritt, anhand von Plänen, Fotos und Zeichnungen das Verhandlungsergebnis zum Autobahnausbau. „Dort, wo heute die vierspurige Bundesstraße eine Wunde in das Herz von Gladbeck reißt, soll in Zukunft die Stadt auf dem Deckel aufatmen können“, erläuterte Lehmann die Entwicklungschancen entlang des geplanten, 1,5 km langen Tunnels. Auf die Bedenken einiger Parteimitglieder, dass man lieber für eine grundsätzliche Verkehrswende streiten wolle, wurde in der nachfolgenden Diskussion intensiv eingegangen. Die meisten Anwesenden stellten sich jedoch auf den Standpunkt, dass man von der Situation aus argumentieren müsse, die sich zurzeit biete. In Gladbeck solle schließlich nicht eine zweispurige Stadtstraße zur Autobahn ausgebaut werden. Die vierspurige Bundesstraße habe heute bereits autobahnähnliche Qualitäten. „Der Lärm und die Abgase sind schon heute für die Anwohner entlang der B224 unerträglich“, so eine Meinung. Durch den Tunnel würde der Lärm abgestellt. Georg Laacks, der seit den 80er Jahren für die Grünen politisch aktiv ist, verwies auf die völlig unakzeptable Situation für Fußgänger und Radfahrer, „die an der Schützenstraße bei vorbeidonnernden Lastwagen warten müssten, um die hochbefahrene Straße zu queren.“ Hier könnten zukünftig auf dem Tunnel breite Fuß- und Radwege entlang der neuen Stadtstraße entstehen.

Die Gestaltung und Dimension des geplanten Autobahnkreuzes an der A2 wurden genauso erörtert und diskutiert wie der Anschluss des Gewerbeparks Brauck an das überörtliche Verkehrsnetz. Vor- und Nachteile des Ausbauvorschlags wurden intensiv abgewogen. „Mit dem Tunnel wird es besser“, war letztendlich die überwiegende Meinung. Diese Meinung spiegelte sich auch in der Abstimmung der Mitglieder wider. Eine breite Mehrheit stimmte dafür, sich beim Bürgerentscheid für den Autobahnausbau mit dem Tunnel auszusprechen. Die Grünen beschlossen auch, kurzfristig einen Informationsabend für interessierte Bürger durchzuführen. Stadtverbandssprecherin Eva-Maria Stuckel freute sich über die sachliche und verantwortungsbewusste Diskussion auf der Mitgliederversammlung. Das klare Votum für ein „Ja“ beim Ratsbürgerentscheid legitimiere die bisherige grüne Haltung: „Ohne Deckel keine A52!“

Verfasst am 27.01.2012 um 22:00 Uhr von .
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