Energiewende vor Ort

Wie kann die Energiewende in Gladbeck gestaltet werden, fragten die Gladbecker Grünen in ihrer jüngsten Veranstaltung. Dazu hatten sie Wibke Brems, Sprecherin der grünen Landtagsfraktion für Energie und Klimapolitik und Klaus Peter Eckert, von dem Energieversorger Lichtblick, als Gäste eingeladen.

Ob energetische Sanierung, Solarthermie oder Blockheizkraftwerke – die Energiewende ist ohne die Bürgerinnen und Bürger und ohne Beteiligung der Kommunen nicht zu schaffen, sagt Wibke Brems. Sie weist auf das herausragende Beispiel des Kreises Steinfurt hin: Dieser habe es sich zum Ziel gemacht, den eigenen Energiebedarf bis zum Jahr 2050 allein aus erneuerbaren Energien zu decken.

Die Energiewende ist eng mit dem Klimaschutz verbunden. Die Ziele der Bundesregierung seien ohne Mithilfe des Industrielandes NRW nicht zu schaffen. Daher habe das Parlament vor zwei Wochen das Klimaschutzgesetz verabschiedet. Mit breiter Beteiligung vieler Interessensgruppen werden nun in einem Klimaschutzplan Maßnahmen und Vorschläge entwickelt, die in den Kommunen umgesetzt werden könnten.

Dr. Briese vom Umweltreferat der Stadt Gladbeck wies auf das stadteigene Klimaschutzkonzept, die vielfältigen schon durchgeführten Maßnahmen und auf die Aktivitäten der Klimaschutzmanagerin hin. Er hoffe auch auf weiteren Rückenwind durch den vom Land entwickelten Masterplan.

In der Veranstaltung der Grünen wurde auch von Klaus Peter Eckert das Konzept des Zuhausekraftwerkes des Energieversorgers Lichtblick vorgestellt, welches Gas in Strom umwandelt und dabei Wärme zum Heizen produziert. Die Investition in eine solche Anlage amotisiere sich in ca. 5 -10 Jahren und sei ein wichtiger Baustein in der Energiewende und in der CO2 Reduktion.

Die Diskussion mache deutlich, dass das Thema „Energiewende“ zwar ein öffentlich geführtes Thema sei, aber die Bürgerin und Bürger oft noch einigen Informationsbedarf haben, um ihre Energieversorgung tatsächlich umzustellen. Daher seien eher Konzepte der aufsuchenden Beratung gefragt, um Vertrauen zu schaffen, stellt Simone Steffens fest.

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