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28Nov

GRÜNE: „RWE ist ein sterbender Dinosaurier“ – Wert der städtischen RWE-Aktien in sechs Jahren um 67 Millionen Euro gefallen!

Dass der „Dinosaurier RWE“ stirbt, überrascht die GRÜNEN wenig. Erschrocken sind sie aber über die damit einhergehende Wertevernichtung für die Stadt Gladbeck. Die Ökopartei hatte immer schon für dezentrale Energieerzeugung in den Händen der Bürger geworben. Dass sich der einst mächtige Essener Energiekonzern zu spät auf die Energiewende eingestellt hat, wurde durch den gerade angekündigten, massiven Stellenabbau offensichtlich.

„In unseren Akten schlummert eine sechs Jahre alte Anfrage an die Verwaltung, ob es nicht sinnvoll wäre, sich von der städtischen RWE-Beteiligung zu trennen und den Aktienerlös für die Entschuldung einzusetzen“, so der Fraktionsvorsitzende Mario Herrmann. Damals wurde die Aktie noch mit gut 80 Euro an der Börse gehandelt. In der Antwort an die GRÜNEN hieß es damals: „Die Stadt Gladbeck hält […] 1.234.510 Stück Aktien der RWE AG. Bei dem aktuellen Kurs von rd. 80 EUR/Stück Aktie beläuft sich der Wert der Aktien auf circa 99 Mio. Euro. Nach Abzug von Steuern ergäbe sich ein erzielbarer Verkaufserlös von ca. 83 Mio. Euro.“ Das war wohlgemerkt vor sechs Jahren – bevor in Japan ein Tsunami ein Atomkraftwerk zerstörte und in Deutschland der Ausstieg aus der Atomenergie und die Energiewende ausgerufen wurden. „Heute sind die Aktien noch 32 Mio. Euro vor Steuern wert“, stellt Herrmann ernüchtert fest. „Das Aktienvermögen ist um zwei Drittel eingeschrumpft!“

Auch die Dividenden, wegen deren Erhalt die Verwaltung damals den Verkauf als nicht sinnvoll erachtete, fallen längst nicht mehr üppig aus. Die Ausschüttung an die Aktionäre ist genauso geschrumpft, wie der Aktienwert. Die Nachricht, dass RWE in 2014 nur eine Dividende von einem Euro auszahlen will, hat in vielen Städten wie auch in Gladbeck dicke Haushaltslöcher in die Etatplanung gerissen. „Die RWE-Aktien entwickeln sich zu Schrottpapieren, die in unseren Büchern brennen“, so Herrmann. „Ein totes Pferd kann man nicht mehr reiten. Rat und Verwaltung sollten kurzfristig beraten, ob eine Abschreibung der Papiere nicht sinnvoller ist als weiteres Zuwarten!“

Verfasst am 28.11.2013 um 11:23 Uhr von .
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