{"id":4230,"date":"2025-12-21T10:48:15","date_gmt":"2025-12-21T09:48:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/?p=4230"},"modified":"2025-12-21T10:48:16","modified_gmt":"2025-12-21T09:48:16","slug":"chemiestandorte-im-noerdlichen-ruhrgebiet-staerken-beschaeftigung-sichern-transformation-ermoeglichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/?p=4230","title":{"rendered":"Chemiestandorte im n\u00f6rdlichen Ruhrgebiet st\u00e4rken \u2014 Besch\u00e4ftigung sichern, Transformation erm\u00f6glichen"},"content":{"rendered":"\n<p>Vertreter:innen von B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN aus Gelsenkirchen, Marl, Gladbeck, dem Kreistag Recklinghausen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) haben sich in Gladbeck getroffen, um die aktuellen Entwicklungen an den Chemiestandorten im n\u00f6rdlichen Ruhrgebiet zu beraten. Dabei stellten die Gr\u00fcnen die Bedeutung der Chemieindustrie f\u00fcr die Region klar in den Mittelpunkt: Chemieparks und Raffinerien sind nicht nur Arbeitgeber, sondern zentrale Bausteine der industriellen Verbundstrukturen, Lieferketten und der kommunalen Finanzkraft \u2014 ihre Stabilit\u00e4t ist f\u00fcr den gesamten Strukturwandel im Ruhrgebiet von gro\u00dfer Bedeutung. In Nordrhein-Westfalen besch\u00e4ftigt die chemisch-pharmazeutische Industrie gemeinsam mit der Raffineriewirtschaft rund 123.700 Menschen in etwa 500 Betrieben und erwirtschaftet j\u00e4hrlich rund 61 Milliarden Euro Umsatz; NRW ist damit das mit Abstand bedeutendste Chemieland Deutschlands.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachst\u00e4nde aus den St\u00e4dten und dem RVR<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gladbeck (INEOS Phenol)<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Gladbecker GR\u00dcNEN berichteten \u00fcber die Ank\u00fcndigung von INEOS Phenol, den Standort Gladbeck dauerhaft zu schlie\u00dfen. Ein Ende des Werkbetriebs ist f\u00fcr 2027 in den Raum gestellt worden. Von einer Schlie\u00dfung w\u00e4ren rund 280 Besch\u00e4ftigte direkt sowie rd. 1.500 indirekte Arbeitspl\u00e4tze betroffen. Die GR\u00dcNEN hatten bereits im Sommer Gespr\u00e4che mit der Werksleitung sowie mit dem Betriebsrat gef\u00fchrt und verfolgen die Verhandlungen zwischen Unternehmen und Gewerkschaft.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Marl (Chemiepark Marl)<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Chemiepark Marl gilt als einer der Schl\u00fcsselstandorte im Ruhrgebiet und geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Chemieparks in NRW \u2014 er ist von hoher regionaler Strahlkraft f\u00fcr Zulieferer, Logistik und Besch\u00e4ftigung. Die Marler Vertreter:innen wiesen darauf hin, dass in den vergangenen Jahrzehnten punktuelle Investitions- und Managementfehler die Entwicklung des Standorts erschwert h\u00e4tten; dies habe in Verbindung mit strukturellen Problemen zu einer Verwundbarkeit des Standorts gef\u00fchrt. Zugleich betonten sie die Notwendigkeit, Marl als Verbundstandort f\u00fcr die Transformation \u2014 etwa beim Wasserstoff- und CO\u2082-Management \u2014 st\u00e4rker zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gelsenkirchen (Scholven)<\/h3>\n\n\n\n<p>In Gelsenkirchen ist die Norderweiterung in Scholven rechtlich abgeschlossen und der Bebauungsplan rechtskr\u00e4ftig. Geplante Projekte wie ein Pyrolyse-Werk zur Substitution von Roh\u00f6l wurden jedoch nicht umgesetzt: Der Investor Brightmark ist nicht mehr Partner von bp, und bp hat den Verkauf des Raffineriestandorts Scholven angek\u00fcndigt; dazu werden noch in diesem Jahr Entscheidungen erwartet. Die Lage im Raffineriebereich unterstreicht die Volatilit\u00e4t von Investitionsentscheidungen und die Dringlichkeit politischer Rahmenbedingungen, die Investitionen in klimafreundliche Technologien dauerhaft erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regionalverband Ruhr (RVR)<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Vertreterin der Gr\u00fcnen im Regionalverband Ruhr unterstrich, dass die Chemieindustrie als zentraler Bestandteil der industriellen Wertsch\u00f6pfung im Ruhrgebiet k\u00fcnftig st\u00e4rker als gesamtregionaler Schwerpunkt behandelt werden muss. Die Gr\u00fcnen im Ruhrparlament wollen gemeinsam mit ihren Vertreter:innen in den betroffenen St\u00e4dten und Kreisen diskutieren, wie regionale Synergien gehoben, Chemiestandorte gesichert und die industrielle Transformation im Ruhrgebiet aktiv unterst\u00fctzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die anwesenden Gr\u00fcnen Vertreter:innen verwiesen dabei ausdr\u00fccklich auf den Chemie- und Raffineriepakt NRW, der k\u00fcrzlich auf Initiative der gr\u00fcnen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur geschlossen wurde und die angespannte Lage der Branche deutlich macht: Nur mit wettbewerbsf\u00e4higen Rahmenbedingungen \u2013 etwa durch bezahlbare Energie, einen wirksamen Carbon-Leakage-Schutz, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Investitionsanreize f\u00fcr klimafreundliche Technologien \u2013 k\u00f6nnen Standorte erhalten, Arbeitspl\u00e4tze gesichert und die notwendige Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie gelingen. Die Besch\u00e4ftigten m\u00fcssen dabei aktiv einbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Industriepolitik, Klimaschutz und gute Arbeit geh\u00f6ren zusammen. Der Erhalt der industriellen Verbundstrukturen im Ruhrgebiet ist ebenso wichtig wie deren konsequente \u00f6kologische Modernisierung. <\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnen aus den beteiligten Kommunen, dem Kreistag Recklinghausen und dem RVR bekr\u00e4ftigen: Industriepolitik, Klimaschutz und gute Arbeit geh\u00f6ren zusammen. Der Erhalt der industriellen Verbundstrukturen im Ruhrgebiet ist ebenso wichtig wie deren konsequente \u00f6kologische Modernisierung. Strukturwandel darf nicht durch Stillstand oder Abwanderung entschieden werden, sondern durch gezielte Investitionen in eine nachhaltige Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnen vereinbarten, den Austausch fortzusetzen und sich gemeinsam f\u00fcr die Chemiestandorte und ihre Besch\u00e4ftigten einzusetzen. Ein weiteres Treffen ist f\u00fcr Anfang des neuen Jahres geplant. Zudem soll der Kontakt zur nordrhein-westf\u00e4lischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sowie zur Gr\u00fcnen Landtagsfraktion gesucht werden, um die regionalen Anliegen in die landespolitischen Diskussionen einzubringen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Das Ruhrgebiet braucht eine starke, zukunftsf\u00e4hige Chemieindustrie \u2013 klimaneutral, wettbewerbsf\u00e4hig und mit sicheren Arbeitspl\u00e4tzen. Daf\u00fcr wollen wir Gr\u00fcnen uns gemeinsam und auf allen politischen Ebenen einsetzen!<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>\u201eDas Ruhrgebiet braucht eine starke, zukunftsf\u00e4hige Chemieindustrie \u2013 klimaneutral, wettbewerbsf\u00e4hig und mit sicheren Arbeitspl\u00e4tzen. Daf\u00fcr wollen wir Gr\u00fcnen uns gemeinsam und auf allen politischen Ebenen einsetzen,\u201c so das gemeinsame Fazit der Beteiligten.<\/p>\n\n\n\n<p>Foto (v.l.n.r.): Robin Hetk\u00e4mper und Bernd Lehmann (Gr\u00fcne Gladbeck), Sabine von der Beck (RVR Fraktion), Stefan Jansen und Katrin Golz (Gr\u00fcne Marl), Roland Gaschnitz (Kreistagsfraktion) und vorne Benedikt H\u00f6lker (Gr\u00fcne Gelsenkirchen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vertreter:innen von B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN aus Gelsenkirchen, Marl, Gladbeck, dem Kreistag Recklinghausen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) haben sich in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":4231,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,149,13],"tags":[],"class_list":["post-4230","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-klimaschutz","category-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4230"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4230\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4233,"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4230\/revisions\/4233"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruene-gladbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}