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28Mrz

Medienkonsum oder Computersucht?

Medienkonsum oder Computersucht? – Herausforderung für Eltern, Schule und Jugendhilfe

Am 9.4.2019 laden die Gladbecker Grünen ab 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Computersucht“ in das Kreativamt am Jovyplatz in Gladbeck ein.

Das Handy, die Konsole, der Computer ist aus den Kinder- und Jugendzimmern nicht mehr wegzudenken. Wer kennt sie nicht, diese Diskussionen rund um die Dauer des Medienkonsums.

Nach der aktuellen DAK-Studie „Game Over“  ist in Deutschland jeder zwölfte Junge oder junge Mann süchtig nach Computerspielen. In der Altersgruppe der 12- bis 25-Jährigen sind 5,7 Prozent von einer Computerspielabhängigkeit betroffen. Männliche Personen sind mit 8,4 Prozent deutlich häufiger abhängig als weibliche.

Aber wo liegt die Grenze zwischen normalem Umgang und Mediensucht? Welche Auswirkungen, welche Gefahren bieten sich durch die digitalen Medien für Kinder und Jugendliche? Wie gehen Schule und Jugendhilfe mit Medienkonsum um? Gibt es Handlungskonzepte bei auffälligen Kindern und Jugendliche?

Christoph Sievers, Diplom Sozialarbeiter, Drogenberatung Westvest und der Schul- und Sozialdezernent Rainer Weichelt stehen Ihnen am 9.4. für Informationen und Fragen zur Verfügung.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

25Jan

Vortrag & Diskussion: Gefahren und Chancen der Digitalisierung

Der Einfluss der Digitalisierung auf viele Bereiche der Gesellschaft sowie unseren Alltag nimmt stetig zu. Welche Gefahren kommen auf uns zu? Welche Chancen bietet die Digitalisierung? 

Das waren einige der Fragen, denen sich Matthi Bolte-Richter, Sprecher der Landesgrünen für Digitalisierung, Datenschutz und Wissenschaft am Mittwoch, den 24.01.2018, in einer öffentlichen Versammlung im KreativAmt Gladbeck stellen durfte. Eingeladen hatten Bündnis 90 / Die Grünen Gladbeck.

Matthi Bolte, Sprecher der Landesgrünen NRW für Digitalisierung im KreativAmt Gladbeck

Matthi Bolte betonte, dass die Digitalisierung seines Erachtens nicht aufzuhalten sei – aber auf jeden Fall politisch gestaltet werden müsse. Er verwies darauf, das „Digitalisierung“ eine neue Chiffre für Globalisierung sei, die ebenfalls zu Unrecht oft als unbezwingbares Naturereignis verkauft werde. Gefragt, wie der Wandel konkret gehändelt werden könne, verwies er auf Beispiele in Estland, die er sich vor Ort angesehen habe. Die Baltenrepublik gelte als europäischer Vorreiter in Sachen Digitalisierung. In NRW sei die Initiative „Digitale Wirtschaft NRW“ (http://www.digitalewirtschaft.nrw.de ) lobenswert, denn sie bringe junge StartUp-Gründer mit dem Mittelstand zusammen. Dies sei eine sinnvolle Maßnahme, um zu verhindern, dass der Mittelstand in NRW die Digitalisierung verschlafe.

Auf kritische Nachfragen aus dem Publikum, wie denn etwa angesichts des laufenden Arbeitsplatzabbaus etwa in Banken und Versicherungen oder im Einzelhandel in Zukunft noch die Existenz gesichert werden könne, verwies er auf die laufenden Diskussionen über Maschinenbesteuerung und das bedingungslose Grundeinkommen, so wie es gerade vom Jamaika-Bündnis in Teilen von Schleswig-Holstein erprobt werden solle.

Bei der Digitalisierung der Verwaltungen seien flächendeckende, gesetzliche Verpflichtungen nötig, um dem Wildwuchs unzähliger Modellprojekte Einhalt zu gebieten und um endlich der digitalen Signatur zum Durchbruch zu verhelfen. Als Erfolg sieht er die Einführung einer europaweiten Datenschutzaufsicht, die es den großen Plattform-Playern wie Google, Apple oder Amazon nun deutlich schwieriger mache, sich hinter unterschiedlichen Rahmenbedingungen in einzelnen EU-Ländern zu verstecken. Bolte sprach sich zudem für ein Beibehalten der Netzneutralität aus – ein Grundsatz, der in den USA gerade aufgegeben wird: Dort werden Daten, die von extra zahlenden Anbietern stammen, schneller im Netz transportiert.

Das neue Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das seit Anfang des Jahres gilt, sieht Bolte hingegen kritisch. Gegen Hetze und gefälschte Nachrichten vorzugehen, sei richtig – aber die Entscheidungen, was denn nun Hetze oder nur Meinung sei, in die Hand von privaten Entscheidern zu geben, sei überaus problematisch.

Nach einer angeregten, zum Teil sehr emotionalen Diskussion schloss Simone Steffens, Fraktionsvorsitzende der Gladbecker Grünen, mit einem großem „Danke schön“ an Matthi Bolte und die erschienenen BesucherInnen die Versammlung. (fw)

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