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08Mai

Fahnen am Europaplatz

Bei Errichtung des Europaplatzes wurden auch Vorrichtungen für vier Flaggen erstellt – dort wurden immer eine Gladbecker-, eine NRW- und eine Europa- sowie, je nach Anlass, eine Ereignisfahne gehisst. Zurzeit wird eine der Vorrichtungen für die Aufstellung des Mai-Baumes durch die Werbegemeinschaft genutzt.

In einem Brief an Bürgermeister Ulrich Roland haben Bündnis 90/Die Grünen Gladbeck nun vorgeschlagen, diese alte Tradition wieder aufzugreifen: Schließlich würde durch die Blickachsen aus Hoch- und Horster Straße eine erneute Beflaggung eine sehr schöne Wirkung mit sich bringen!

Im Hinblick auf die allgemeine Völkerverständigung und eine Attraktivierung der Innenstadt schlägt Ratsherr Bernd Lehmann eine dauerhafte Beflaggung des Europaplatzes vor. Die Vorrichtungen existieren schließlich noch und der Europaplatz ist ein zentraler Punkt der Innenstadt.

12Apr

Bebauungskonzept für das Schönhoff-Gebäude

Der Presse ist zu entnehmen, dass sich endlich eine Nachfolgenutzung für das Schönhoff-Gebäude am Marktplatz abzeichnet. Nach der erfolgreichen Sanierung des City-Centers wäre das eine weitere positive Nachricht zur Aufwertung der Gladbecker Innenstadt.


Für die nächste Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschuss beantragen daher Bündnis 90/Die Grünen und die SPD, dass die Verwaltung die Planungen für das Schönhoff-Gebäude im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung vorstellt.

Zum Bild: Die Verkleidung der P&C-Fassade wurde für Abdichtungsarbeiten an einer Fensterzeile im Jahre 2004 kurz entfernt.

Antrag von SPD und GRÜNE für den Stadtplanungs- und Bauausschuss am 26.04.2012 (pdf)

05Apr

Tempo 50 und Maut auf der B224

SPD und GRÜNE fordern bestandsverbessernde Maßnahmen

„Bestandsverbessernde Maßnahmen entlang der B224“ fordern SPD und GRÜNE mit einem Antrag für den Stadtplanungs- und Bauausschuss am 26. April. „Wir respektieren ausdrücklich das Votum der Gladbecker Wählerinnen und Wähler“, schreiben die Antragssteller mit Blick auf den Ausgang des Ratsbürgerentscheids zur A52. „Wir wollen und müssen uns allerdings mit dem Bestand auseinandersetzen und Maßnahmen anstoßen, die die eklatanten Probleme entlang der Bundesstraße anpacken.“

Vier erste Maßnahmen listen die Sozialdemokraten gemeinsam mit ihrem grünen Partner auf. So wollen sie die Geschwindigkeit auf der B224 auf Gladbecker Stadtgebiet auf 50 km/h begrenzen. „In Gladbeck ändert sich die Verkehrssituation für Autofahrer“, begründet Michael Hübner, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion die Maßnahme. Der Verkehrsraum werde enger und die Straßenführung kurviger. Autofahrer in Richtung Marl beschleunigen oft bereits hinter der Fußgängerbrücke an der Erlenstraße, weil dort die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben werde. „Das führt zur Lärmbelästigung der Anwohner in Ost und Butendorf“, ergänzt Grünensprecher Bernd Lehmann. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung bis zur Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer könne daher zum Lärmschutz beitragen.

Genau wie im Bereich Bottrop-Welheim wollen die Antragssteller die Geschwindigkeitsbegrenzung aber auch überwacht wissen. Als zweite Maßnahme beantragen sie daher eine stationäre Radarüberwachung. „Hier ist der Kreis Recklinghausen gefordert“, meint Hübner, der die Geschwindigkeitsüberwachung auch als Reaktion auf die zum Teil schweren Unfälle verstanden wissen will, die auf der B224 in der Vergangenheit passiert sind.

Als drittes greifen SPD und GRÜNE ein Thema auf, dass den Umweltausschuss im letzten Jahr wiederholt beschäftigt hatte. „Wir können und wollen nicht dulden, dass die B224 in Essen Teil der Umweltzone ist, in Gladbeck und Bottrop aber nicht“, empfindet Lehmann die Abgrenzung der Zonen als Behördenwillkür. Es könne nicht sein, dass die Bezirksregierung Düsseldorf für Essen anders entscheide als die Bezirksregierung Münster für Gladbeck. Erneut fordern SPD und GRÜNE eine stationäre Luftreinhaltemessstelle an der B224.

Die Bemautung der A52 und der B224 komplettiert als letzte Forderung den Maßnahmenkatalog des Antrages. Zwar hätte der Landesbetrieb Straßenbau NRW bereits auf Nachfragen der GRÜNEN in 2005 und 2006 eine Maut für die B224 verneint, „das ablehnende Votum der Bürgerschaft bezüglich des Autobahnausbaus stellt aber eine neue Situation dar“, so Sozialdemokrat Hübner. Die Bundesstraße bleibe die kommenden Jahre unverändert. Insofern müssten Lkw-Ausweichverkehre, die den Umweg über die Autobahnen 43 und 2 meiden wollen, durch eine Maut auf der B224 reduziert werden.

SPD und GRÜNEN ist bewusst, dass alle vier Maßnahmen schon in der Vergangenheit auf der politischen Agenda standen. Nach dem Ausgang des Ratsbürgerentscheids müssen sich alle Akteure aber erneut mit dem Bestand auseinandersetzen. „Wir werden nicht locker lassen“, so Hübner und Lehmann für ihre Fraktionen.
Antrag von SPD und GRÜNE für den Stadtplanungs- und Bauausschuss am 26.04.2012 (pdf)

Schreiben an Straßen.NRW vom 22.07.2003 bzgl. Mauteinführung (pdf)

Antwortschreiben von Straßen.NRW vom 31.08.2006 bzgl. Mauteinführung (pdf)

Forderungen zum Luftreinhalteplan vom 3.07.2008: Umweltzone (pdf)

01Apr

Grüne setzen auf Frauen-Power im Wahlkampf

Susanne Fraund streitet für grüne Themen

Susanne Fraund (Foto) tritt für die Grünen als Landtagskandidatin an. Die 59-jährige Krankenschwester wurde auf der Kreismitgliederversammlung der Grünen mit großer Mehrheit als Direktkandidatin für den Wahlkreis Gladbeck/Dorsten gewählt.

„Susanne Fraund wird ihren männlichen Kontrahenten der anderen Parteien zeigen, was Frauenpower im Wahlkampf bewirken kann“, freut sich die grüne Stadtverbandssprecherin Eva-Maria Stuckel über die Nominierung der streitbaren Dorstenerin. Ihr Stadtverband erteilte Fraund ein einstimmiges Votum. Dass sie die grünen Themen im Landtagswahlkampf offensiv und bürgernah vertreten wird, daran besteht beim Gladbecker Stadtverband kein Zweifel. Seit 1984 ist Fraund Mitglied der Ökopartei und engagiert sich seitdem in der kommunalen Ratsarbeit.

Die Mutter von drei erwachsenen Kindern wurde in Mecklenburg geboren und ist nach der Flucht in Fischerhude bei Bremen mit 4 Geschwistern aufgewachsen. Ihre Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte sie in den 1970er Jahren in Herdecke, arbeitete anschließend in verschiedenen Krankenhäusern in Salzburg, Berlin, Recklinghausen und schließlich zuletzt in der ambulanten Pflege in Dorsten. Dort baute sie einen Betriebsrat auf.

„Ich will dem Notleiden unserer Städte in Düsseldorf Gehör verschaffen“, schildert Fraund ihre Motivation, sich für die Grünen in den Landtagswahlkampf zu stürzen. Genau wie Gladbeck droht Dorsten die Überschuldung. Beide Städte werden am „Stabilitätspakt Stadtfinanzen“ teilnehmen. Auch die Fortführung des Ausbaus erneuerbarer Energien und Dämmmaßnahmen zur Energieeinsparung sind ihr ein zentrales Anliegen. Beim Thema Bildung ist Fraund der Überzeugung, dass „die Herkunft des Kindes nicht entscheidend für dessen Bildungserfolg sein darf!“ Fraund will dafür kämpfen, dass die gute Arbeit der rot-grünen Landesregierung fortgesetzt werden kann. „Ich möchte, dass sozial-ökologische Politik mit einer komfortablen Mehrheit ausgestattet wird“, so die grüne Kandidatin. „Grün macht den Unterschied!“

08Mrz

Das lange Warten auf dem Bahnhof Zweckel

Zumindest auf eins kann man sich bei der Deutschen Bahn verlassen: Dass Termine nicht eingehalten werden! Hierin sind wir Gladbecker mit unseren drei Bahnhöfen bereits seit Jahrzehnten leidgeprüft. “Mitte 2001 haben DB AG und die Stadt Gladbeck jeweils entsprechende Zuwendungsanträge bei der Bezirksregierung Münster gestellt”, berichtete die Verwalltung dem Bauausschuss in einer Vorlage am 26.06.2006 über den geplanten Bahnhofsumbau in Zweckel. Die Termine wurden in den Nachfolgejahren in regelmäßiger Verlässlichkeit immer wieder verschoben. Elf Jahre später saßen ein schweigsamer Bahnhofsmanager und Vertreter des Verkehrsverbunds Rhein Ruhr (VRR) dem Ausschuss erneut gegenüber und – wen soll es noch überraschen – vertrösteten diesen wieder um 2 Jahre. Jetzt soll also der Ausbau 2014 erfolgen.

Kleiner Planungsfehler: Die Bahnsteige wurden 40 m zu kurz entworfen.

Die Begründung für diese wiedermalige Verschiebung lässt den Beobachter nur ungläubig die Augen reiben: Man habe plötzlich festgestellt, dass die Bahnsteige zu kurz geplant seien. Statt der notwendigen 170 m langen Bahnsteiglänge, habe man nur Bahnsteige von 130 m berücksichtigt. Das schon begonnene Planfeststellungsverfahren müsse deshalb erneut durchgeführt werden. DB- und VRR-Vertreter hätten nicht bedacht, dass zukünftig die Züge aus Borken (RE 14) und aus Coesfeld (RB 45) geflügelt werden sollen. Das heißt, die Züge werden in Dorsten zusammengebunden und fahren von dort aus gemeinsam nach Essen. Für die Fahrgäste hat dies den Vorteil, dass sie nicht umsteigen müssen. Durch das Zusammensetzen verlängert sich die Zuglänge und die hierfür notwendige Bahnsteiglänge. Von diesem Konzept hätten der Bahnhofsmanager und die VRR-Planer erst Ende letzten Jahres erfahren. Seltsam nur, dass das Flügelungskonzept schon seit 1998 bekannt und im VRR Zielnetz 2015 vorgesehen war. Es war keineswegs, wie die Nahverkehrsexperten vorgaben, urplötzlich vom Himmel gefallen. Man mag der Bahn im Hinblick auf Stuttgart 21 alles Gute wünschen, wenn schon ein vermeintlicher Provinzbahnhof wie Zweckel schon solche Probleme und eine Jahrzehntelange Planung auslöst. Leider erscheint die Zu(g)kunft für Zweckel leider weiterhin ungewiss! Die nächste Terminverschiebung ist absehbar.

WAZ-Artikel vom 3.03.2012 ”Bahnhof Zweckel: Umbau kommt noch später”

03Mrz

A52-Infoabend am 6. März

Animierte, verkleinerte Präsentation:

Infoabend am 6.03.2011
um 19.30 Uhr
Fritz-Lange-Haus

26Feb

Infoabend zum A52-Ausbau im Fritz-Lange-Haus

GRÜNE erläutern Ausbaupläne und eigene Position

„Mit dem Tunnel wird es besser“, werben die GRÜNEN für eine Zustimmung zum Ausbau der B244 zur A52 beim Bürgerentscheid. Diese Haltung bestätigte die grüne Basis auf einem Sonderparteitag Ende Januar mit großer Mehrheit. Die Planungen zum Bau der Autobahn mit einem 1,5 Kilometer langen Tunnel wollen die Grünen jetzt der interessierten Öffentlichkeit auf einer Informationsveranstaltung vorstellen.

„Jeder soll die Möglichkeit haben, sich ein umfassendes Meinungsbild zu verschaffen“, wirbt Grünensprecher Bernd Lehmann für das Infoangebot seiner Partei. Ihm sei bewusst, dass durch die Informationsreihe der Verwaltung und die Angebote anderer Fraktionen und Verbände das Informationsbedürfnis in der Bevölkerung schon zu großen Teilen abgedeckt wurde. Die Grünen wollen aber auch und insbesondere Sympathisantinnen und Sympathisanten der Ökopartei ansprechen, um die Haltung der Partei zum Autobahnausbau zu begründen und hierüber zu diskutieren.

Der grüne Infoabend findet am Dienstagabend, dem 6. März, um 19:30 Uhr im Fritz-Lange-Haus statt. Die grüne Ratsfraktion hat außerdem ein Informationsfaltblatt drucken lassen, in dem der Ausbauvorschlag erläutert und veranschaulicht wird. Der Flyer kann hier (pdf) abgerufen werden.

25Feb

Keine Zerschlagung der erfolgreichen Arbeit des ZBG beabsichtigt

Konsolidierung der städtischen Finanzen aber notwendig

Die Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen haben im Rahmen ihrer Etatberatungen sehr intensiv das Thema Konsolidierung des Gladbecker Haushaltes vor dem Hintergrund des aktuellen Defizits von rund 35 Mio. € diskutiert. Neben weiteren Themen spielte auch eine wesentliche Rolle, welche positiven Effekte für den Haushalt bei einer vollständigen Wiedereingliederung des Zentralen Betriebshofs Gladbeck (ZBG) in die Kernverwaltung entstehen. Dazu haben sich die beiden Fraktionen auch von Stadtkämmerer Jürgen Holzmann als Leiter der „Arbeitsgruppe ZBG“ beraten lassen.

Die Verwaltungs- und ZBG-interne Arbeitsgruppe wurde auf Initiative von SPD und Grünen im Betriebsausschuss im vergangenen Jahr gegründet, um die angekündigten drastischen Qualitätsverschlechterungen der Leistungserbringung des ZBG zu vermeiden. Angekündigt wurde in der Wirtschaftsplanung des Betriebshofes u. a., dass sämtliche städtische Brunnenanlagen nicht mehr betrieben werden können und die Pflege des Grüns in öffentlichen Grünanlagen massiv zurück gefahren werden muss. „Beide Fraktionen sind sich vor dem genannten Hintergrund einig, dass solch massive Qualitätsverschlechterungen nicht hingenommen werden können und nach anderen Wegen zur Ausgabenreduzierung gesucht werden muss“, so die beiden Fraktionsvorsitzenden Michael Hübner (SPD) und Mario Herrmann (GRÜNE).

Stadtkämmerer Jürgen Holzmann hat als Leiter der Arbeitsgruppe sehr umfassend erläutert, dass die bislang vorhandenen Haushaltskonsolidierungsziele in der vorhanden Organisationsstruktur des ZBG als nicht selbständige Einrichtung der Stadt Gladbeck nicht erreicht werden können. Allerdings seien, so Holzmann, erhebliche Wirtschaftlichkeitspotenziale durch eine Reintegration des gesamten Eigenbetriebes ZBG in die Kernverwaltung zur erwarten. Dies gerade durch den Fortfall vieler Gründe, die vor 10 Jahren zur Gründung eines Eigenbetriebes geführt haben. Weggefallen seien z.B. eine ehemals höhere Flexibilität im Umgang mit Finanzmitteln, die Bildung eines eigenständigen Kreditrahmens für den Eigenbetrieb, die Führung eines kaufmännischen Rechnungswesens. Nach Einführung des kommunalen Finanzmanagements (NKF) seinen diese Vorteile nicht mehr vorhanden. Positive Wirtschaftlichkeitseffekte ließen sich vielmehr in erheblicher sechsstelliger Größenordnung durch eine Reintegration des Arbeitsbereiches erzielen.

Ein Beispiel, so die Antragsteller, ist der durch Abschreibungen zusätzliche Liquiditätsbedarf des Eigenbetriebes jenseits unmittelbarer städtischen Zuweisungen für Leistungen zur Grünpflege. Allein hierdurch ließen sich 150.000 € zusätzliche Kreditaufnahme Jahr für Jahr sparen, die sich den im nun aufzustellenden 10-jährigen Konsolidierungszeitraum auf 1,5 Mio. € addieren, die dann an anderer Stelle in der direkten Leistungserbringung eingespart werden müssten. Aber auch weitere Vorteile in der Umlagenberechnung und der Verteilung von Overheadkosten ließen sich laut Stadtkämmerer Holzmann in ebenfalls sechsstelliger Größenordnung erzielen.

SPD und GRÜNE werden allerdings im Sinne der Beschäftigten und der Bürger darauf achten, dass die Umorganisation zu keinen Verschlechterungen der Dienstleistungsqualität gegenüber dem Bürger und zu keiner Schlechterstellung der Beschäftigten durch die Reintegration in die Stadtverwaltung führen wird!

“Alles in allem haben die sehr umfangreichen Beratungen der Fraktionen von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen zu dem Ergebnis geführt, dass bei pragmatischer und sachlicher Betrachtungsweise erhebliche Einsparpotenziale erreichbar sind, ohne die Leistungsqualität der bislang bereits unselbständigen Organisationseinheit zu gefährden. SPD und GRÜNE werden allerdings im Sinne der Beschäftigten und der Bürger darauf achten, dass die Umorganisation zu keinen Verschlechterungen der Dienstleistungsqualität gegenüber dem Bürger und zu keiner Schlechterstellung der Beschäftigten durch die Reintegration in die Stadtverwaltung führen wird“, so Hübner und Herrmann. Dabei sind sich die Fraktionen auch einig, dass der „gelbe“ Bereich – also die Müllentsorgung – ebenfalls in die Kernverwaltung reintegriert werden soll. Auch hier werden Wirtschaftlichkeitseffekte erwartet, die bis zur Sitzung des Umweltausschusses nachvollziehbar aufgearbeitet werden sollen.

27Jan

Grüner Stadtverband votiert mit großer Mehrheit für Ausbau mit Tunnel

Mitgliederversamlung beriet am Freitag zur A52

Die Gladbecker Grünen sprechen sich für den Ausbau der B224 mit einem Tunnel aus. Das beschlossen gestern die Mitglieder des Stadtverbandes auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. In vielen Wortbeiträgen in der gut zweistündigen Diskussion wurden die Verbesserungen, die der Tunnelbau gegenüber der heutigen Situation bringt, gewürdigt.

Info-Präsentation runterladen (pdf, 8 MB)

“Wir wollten die breite Diskussion mit unseren Mitgliedern”, begründet die grüne Stadtverbandssprecherin Eva-Maria Stuckel die Einberufung der Mitgliederversammlung. Und dieses Angebot wurde von der Parteibasis dankbar und rege genutzt. In einem Vortrag erläuterte Bernd Lehmann, der die Grünen seit 13 Jahren im Stadtplanungs- und Bauausschuss vertritt, anhand von Plänen, Fotos und Zeichnungen das Verhandlungsergebnis zum Autobahnausbau. “Dort, wo heute die vierspurige Bundesstraße eine Wunde in das Herz von Gladbeck reißt, soll in Zukunft die Stadt auf dem Deckel aufatmen können”, erläuterte Lehmann die Entwicklungschancen entlang des geplanten, 1,5 km langen Tunnels. Auf die Bedenken einiger Parteimitglieder, dass man lieber für eine grundsätzliche Verkehrswende streiten wolle, wurde in der nachfolgenden Diskussion intensiv eingegangen. Die meisten Anwesenden stellten sich jedoch auf den Standpunkt, dass man von der Situation aus argumentieren müsse, die sich zurzeit biete. In Gladbeck solle schließlich nicht eine zweispurige Stadtstraße zur Autobahn ausgebaut werden. Die vierspurige Bundesstraße habe heute bereits autobahnähnliche Qualitäten. “Der Lärm und die Abgase sind schon heute für die Anwohner entlang der B224 unerträglich”, so eine Meinung. Durch den Tunnel würde der Lärm abgestellt. Georg Laacks, der seit den 80er Jahren für die Grünen politisch aktiv ist, verwies auf die völlig unakzeptable Situation für Fußgänger und Radfahrer, “die an der Schützenstraße bei vorbeidonnernden Lastwagen warten müssten, um die hochbefahrene Straße zu queren.” Hier könnten zukünftig auf dem Tunnel breite Fuß- und Radwege entlang der neuen Stadtstraße entstehen.

Die Gestaltung und Dimension des geplanten Autobahnkreuzes an der A2 wurden genauso erörtert und diskutiert wie der Anschluss des Gewerbeparks Brauck an das überörtliche Verkehrsnetz. Vor- und Nachteile des Ausbauvorschlags wurden intensiv abgewogen. “Mit dem Tunnel wird es besser”, war letztendlich die überwiegende Meinung. Diese Meinung spiegelte sich auch in der Abstimmung der Mitglieder wider. Eine breite Mehrheit stimmte dafür, sich beim Bürgerentscheid für den Autobahnausbau mit dem Tunnel auszusprechen. Die Grünen beschlossen auch, kurzfristig einen Informationsabend für interessierte Bürger durchzuführen. Stadtverbandssprecherin Eva-Maria Stuckel freute sich über die sachliche und verantwortungsbewusste Diskussion auf der Mitgliederversammlung. Das klare Votum für ein “Ja” beim Ratsbürgerentscheid legitimiere die bisherige grüne Haltung: “Ohne Deckel keine A52!”

05Jan

“Regionale Abstimmung ist uns wichtig”

GRÜNE sprechen sich für mehr direkte Demokratie aus

Quelle: www.gladbeck.de

Die Essener und der Bottroper Kreisverbände von Bündnis 90/DIE GRÜNEN haben sich bezüglich des A52-Ausbauvorschlags an uns gewandt. Die regionale Abstimmung mit unseren Bottroper, Gelsenkirchener und Essener Parteifreunden war und ist uns ein wichtiges Anliegen. Schließlich ist von dem Ausbau der Bundesstraße zur Autobahn die gesamte Region betroffen. Schon 2003 haben wir daher mit den Kreisverbänden aus den anderen Städten eine gemeinsame Resolution verabschiedet, die eine grüne, regionale Forderung an den Autobahnausbau formuliert.

Wie unsere Parteifreunde aus Essen und Bottrop richtig feststellen, werden durch den vorliegenden Ausbauvorschlag nicht alle Forderungen, die der Rat der Stadt Gladbeck 2009 nahezu einstimmig beschlossen hat, erfüllt. Wir Grüne sind uns mit den anderen Fraktionen im Rat aber einig, dass der Ausbauvorschlag eine einmalige Chance bietet, die Trennung der Stadt aufzuheben und die betroffenen Anlieger an der B224 von Lärm und Abgasen zu entlasten. Die Punkte, auf die unsere Essener und Bottroper Parteifreunde in ihrer Bewertung eingehen, betreffen nicht die regionalen Auswirkungen, sondern beziehen sich auf kommunale Belange in Gladbeck. Über diese Belange werden sich unser Stadtverband und unsere Ratsfraktion verantwortungsbewusst eine Meinung verschaffen. Selbstverständlich sprechen wir uns auch nicht für den Bau einer Transitautobahn aus. Im Gegenteil haben wir im Rat mehrfach hervorgehoben und begrüßt, dass für unsere rot-grüne Landesregierung der Weiterbau der A52 auf Essener Stadtgebiet keine Priorität mehr genießt. Es findet also keine Durchbindung nach Süden statt.

Dass der Bau von Autobahnen nicht die Verkehrsprobleme des Ruhrgebietes lösen kann, sondern dass es hierzu engagierter Mobilitätskonzepte bedarf, ist für uns selbstverständlich. Mit unseren Essener und Bottroper Parteifreunden werden wir daher für den Ausbau der Schieneninfrastruktur inkl. der Förderung des RRX genauso weiter kämpfen wie für die Förderung des Rad- und Fußverkehrs.

Noch im Februar des letzten Jahres haben wir auf einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Schimke für mehr direkte Demokratie und Bürgerteilhabe geworben. Diesem Vorsatz wollen wir bei der wichtigen Entscheidung über den Ausbauvorschlag zur A52 nachkommen und haben deshalb gemeinsam mit dem Bürgermeister, der SPD und der CDU die Einleitung eines Bürgerentscheides beantragt. Im März sollen die Gladbecker Bürgerinnen und Bürger also ihre Meinung abgeben. Wir sind uns sicher, dass unsere Essener und Bottroper Parteifreunde diese intensive Bürgerbeteiligung gut heißen und unterstützen.

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