Müll sammeln unter erschwerten Bedingungen

Da “ Gladbeck putzt“ Corona bedingt ausfiel, dachten sich einige Grüne, sollte dies nun nachgeholt werden. Bernd Borgwerth mit Familie und Lisa Engineer wollten, wie jedes Jahr, einen Teil der Konrad-Adenauer-Allee vom Müll befreien, mussten aber feststellen, dass dieses Mal die Bedingungen besonders erschwert wurden. Neben der schieren Masse an Zigarettenstummeln, welche klein und kaum aufzuheben sind, kam diesmal ein besonderer Umstand hinzu.

Da , anstatt im Frühjahr, der Sammeltermin in den Juni fiel, waren durch das Land NRW schon Schnittarbeiten an den Rändern der Straße sowie Fuß-/Radweg durchgeführt worden. Erschreckend ist dabei allerdings, dass Straßen-NRW dem Motto „Geschreddert statt deponiert“ zu folgen scheint, da zwar eine ähnliche Menge an Plastikmüll wie im Vorjahr gefunden werden konnte, dieses Mal allerdings schön klein gehäckselt durch die Mäharbeiten. So sehr sich die Gladbecker Grünen freuen, dass das Land auf die Beschwerden der Stadt der letzten Jahre reagiert hat und die Wege frei von Bewuchs hält, desto erschütternder ist die Erkenntnis, dass vor den Schnitttätigkeiten, der Beseitigung von Müll keine Aufmerksamkeit geschenkt wird.

„Wo wir sonst in der gleichen Zeit eine Seite der Konrad-Adenauer-Allee schaffen, war diesmal nicht ein Viertel zu schaffen, da man 10 Kleinteile anstatt eines meist noch intakten Einmalbechers aufsammeln musste. Die Sammelaktion muss nun mehrmals wiederholt werden, um den gesamten Bereich zu schaffen.“, gab Bernd Borgwerth sein ernüchterndes Resümee ab.

Ein Teil des geschredderten Kunststoffes wurde mittlerweile auch ins benachbarte Getreidefeld geweht. Bedenklich ist hierbei, dass dieser Kunststoff nun auch als Mikroplastik in unserem Gladbecker Essen landen könnte, da hier z.B. Dinkel für heimische Bäckereien angebaut wird.

Um die Schönheit dieser Allee, welche eine der meist befahrenen Straßen in Gladbeck ist, in Zukunft zu erhalten, werden sich die Grünen dafür einsetzen, dass jede Bushaltestelle mit einem Mülleimer und Aschenbecher ausgestattet ist. Zudem werden die Grünen eine Beschwerde bei Straßen-NRW einreichen, denn Kosten und Zeitdruck dürfen nicht zu einer Verschlimmerung der Verunreinigung der Natur führen.

„Eine müllfreie Stadt ist umweltfreundlich und stärkt die Attraktivität einer Stadt“, so Bernd Borgwerth. Dabei setzen die Grünen auf einen Mix aus Angeboten,  Aufklärung und Kontrollen.

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