Wir haben beantragt, das Thema „Sanierung von Straßen im DSK-Verfahren – Bewertung, Priorisierung und strategische Ausrichtung der Straßenerhaltung“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Verkehr und Bauen zu setzen. Anlass für uns sind der zunehmende Sanierungsstau sowie offene Fragen zur Eignung und Nachhaltigkeit des verwendeten DSK-Verfahrens (Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise).
Aus unserer Sicht hat der desolate Zustand vieler Gladbecker Straßen – insbesondere nach den frostbedingten Schäden der vergangenen Wintermonate – zu einer deutlichen Verschlechterung der Verkehrssicherheit und Lebensqualität geführt. Zwar begrüßen wir die jüngst ausgeschriebenen Sanierungsmaßnahmen im DSK-Verfahren, die Flächen von insgesamt 9.700 Quadratmetern umfassen und zwischen April und September 2026 durchgeführt werden sollen. Gleichzeitig sehen wir jedoch Klärungsbedarf hinsichtlich der langfristigen Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Methode.
Unser grünes Mitglied im Ausschuss, Robin Hetkämper, erklärt dazu: „Das DSK-Verfahren ist eine schnelle Lösung, aber keine nachhaltige. Angesichts der tiefgreifenden Straßenschäden müssen wir kritisch hinterfragen, ob diese Methode den Anforderungen gerecht wird oder ob grundhafte Sanierungen langfristig die bessere Wahl wären.“

„Angesichts der tiefgreifenden Straßenschäden müssen wir kritisch hinterfragen, ob die DSK-Methode den Anforderungen gerecht wird oder ob grundhafte Sanierungen langfristig die bessere Wahl wären.“
– Robin Hetkämper, Mitglied im Ausschuss für Stadtplanung, Bauen und Verkehr
Zudem fordern wir mehr Transparenz bei der Auswahl der zu sanierenden Straßen. Die Bürgermeisterin hatte auf Instagram die Sanierung von fünf Straßen im DSK-Verfahren angekündigt, ohne die Kriterien für diese Auswahl offenzulegen. Gleichzeitig haben Bürger:innen Sanierungsbedarf für viele weitere Straßen gemeldet, die bislang unberücksichtigt geblieben sind. Ursprünglich war eine politische Einbindung über den „Runden Tisch Mobilität“ vorgesehen, die jedoch vor einem Jahr abgesagt wurde und bis heute nicht nachgeholt worden ist.
Wir fordern daher eine umfassende Beratung im Ausschuss zu Fragen der Eignung des DSK-Verfahrens, der Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie einer langfristigen und nachhaltigen Erhaltungsstrategie für unsere Straßen.