GRÜNE Gladbeck: Bewegung auf der Bahnstrecke – Rat hat Bahn-Chaos klar benannt

Es gibt Bewegung auf der wichtigen Bahnverbindung zwischen Gladbeck, Bottrop und Essen. Nach monatelangen Einschränkungen soll der eingleisige Notbetrieb auf der Strecke zwischen Essen Hauptbahnhof und Bottrop Hauptbahnhof voraussichtlich am 21. März 2026 enden. Darüber berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Dann sollen nach dem Einbau von Hilfsbrücken wieder beide Gleise zur Verfügung stehen. 

Bereits am 11. Februar 2026 hatte der Rat auf Antrag der GRÜNEN einstimmig eine Resolution zu den massiven Störungen auf der Strecke verabschiedet. Betroffen sind insbesondere die S-Bahn-Linie S9 und der Regionalexpress RE14, die für die Anbindung Gladbecks – insbesondere über den Bahnhof Gladbeck West – von zentraler Bedeutung sind. 

Die Resolution forderte unter anderem eine schnellstmögliche Beseitigung der Schäden, einen verlässlichen Ersatzverkehr sowie eine bessere Information der Fahrgäste. 

Rat hat sich geschlossen mit dem Bahn-Chaos beschäftigt 

„Der einstimmige Beschluss des Rates war ein wichtiges Signal. Gladbeck hat deutlich gemacht, dass die anhaltenden Störungen für unsere Pendlerinnen und Pendler nicht länger akzeptabel sind“, erklärt Bernd Lehmann, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung, Bauen und Verkehr. 


„Gladbeck hat deutlich gemacht, dass die anhaltenden Störungen für unsere Pendlerinnen und Pendler nicht länger akzeptabel sind.“

– Bernd Lehmann, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung, Bauen und Verkehr

Seit Mitte Dezember war die Strecke stark eingeschränkt. Schäden am Gleisunterbau in Essen-Frohnhausen hatten dazu geführt, dass nur ein Gleis befahrbar war. Gleichzeitig sorgten weitere Probleme entlang der Strecke für erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr. 

 

Auch Fahrzeugprobleme sorgen weiter für Ausfälle

Trotz der Aussicht auf eine baldige Reparatur der Infrastruktur bleibt die Situation für viele Fahrgäste angespannt. So meldete die Rhein-Ruhr-Bahn zuletzt an mehreren Tagen hintereinander massive Zugausfälle zwischen Bottrop, Gladbeck und Dorsten. Ursache sind unter anderem defekte Fahrzeuge der Ruhrbahn. 

Betroffen waren auch hier Fahrten des RE14. Teilweise mussten Züge vollständig entfallen, sodass erneut Ersatzbusse eingesetzt werden mussten. „Auch wenn es jetzt Hoffnung gibt, dass die Gleise bald wieder vollständig befahrbar sind, sehen wir weiterhin große Probleme im Betrieb. Das zeigt, wie anfällig das gesamte System geworden ist“, sagt Frederic Uschmann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat. 

Mehr Engagement für die Bahn notwendig 

Für die GRÜNEN ist klar: Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass sowohl Infrastruktur als auch Fahrzeuge dringend mehr Aufmerksamkeit benötigen. „Wir müssen uns insgesamt deutlich besser um die Bahn kümmern. Eine funktionierende Schieneninfrastruktur ist entscheidend für die Mobilität der Menschen im Ruhrgebiet und für den Klimaschutz“, so Uschmann. Der Beschluss des Rates habe deutlich gemacht, dass Gladbeck bereit sei, sich aktiv in diese Debatte einzubringen. 


„Eine funktionierende Schieneninfrastruktur ist entscheidend für die Mobilität der Menschen im Ruhrgebiet und für den Klimaschutz.“

– Frederic Uschmann, Fraktionsvorsitzender

„Es ist richtig, dass sich der Rat auf Initiative der GRÜNEN intensiv mit der Situation beschäftigt hat. Jetzt sehen wir zumindest erste Fortschritte bei der Reparatur der Strecke. Gleichzeitig bleibt klar: Wir brauchen langfristig mehr Investitionen und eine verlässlichere Organisation des Bahnverkehrs“, betont Lehmann. 

Die GRÜNEN kündigen an, die Entwicklung weiter aufmerksam zu verfolgen und sich weiterhin für eine stabile und leistungsfähige Schienenanbindung Gladbecks einzusetzen.