GRÜNE: Bei Radverkehr weiter Gas geben

Umweltpartei wertet ADFC-Fahrradklimatest aus

„Gladbeck ist eine Stadt der kurzen Wege und bietet sich damit ideal für Fahrten mit dem Rad an“, meinen die GRÜNEN mit Blick auf die Ergebnisse des Fahrradklimatests. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat aktuell die Auswertung einer Befragung, die er alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums deutschlandweit durchführt, vorgelegt. Aus Gladbeck nahmen 276 Radfahrer:innen an der Befragung teil.

Mit dem Ergebnis des Fahrradklimatests sind die GRÜNEN nicht zufrieden. Sie fühlen sich bestätigt, dass die Stadt ihre Anstrengungen zur Förderung des Radfahrens intensivieren muss. In Sachen Fahrradfreundlichkeit erhielt die Stadt nur die Schulnote ausreichend. „Die Grundlagen für eine Verkehrswende haben wir inzwischen gelegt“, meint der grüne Fraktionsvorsitzende Bernd Lehmann. „Der Rat hat das Radverkehrskonzept ‚Fahrradfreundliches Gladbeck 2025‘ beschlossen, Personal eingestellt und im Haushalt stehen Gelder zur Verfügung!Mit neuen Fahrradstraßen, neuen Abstellanlagen oder auch der Lastenradförderung wurde in den letzten Monaten einiges umgesetzt.“ Die Frage, ob in jüngster Zeit viel für den Radverkehr getan wurde, schnitt tatsächlich auch besser ab als in den Vorjahren.

Schlecht wurden die Ampelschaltungen in Gladbeck bewertet. „Hier hatten wir GRÜNE bereits beantragt, die Bettelampeln in Gladbeck abzuschaffen“, so Lehmann. Bettelampeln sind solche, an denen Radfahrer:innen erst über Knopfdruck das grün anfordern müssen und nicht automatisch mit den Autofahrer:innen grün erhalten. Ärgerlich finden die GRÜNEN weiterhin die schlechte Berücksichtigung von Radfahrer:innen in Baustellen. „Bereits 2006 hatte der Ausschuss auf meinen Antrag hin einstimmig beschlossen, hohe Anforderungen an die Baustellensicherung im Bereich von Fuß- und Radwegen zu stellen“, so Lehmann. Hier dürfte es also längst nicht mehr zu Problemen kommen. Dass die Realität leider anders aussieht, zeige sich an der Wilhelmstraße, wo der Rad- und Fußweg einfach ein einer Bake vor der Baustelle endet. Dabei biete die zweispurige breite Straße genügend Platz für eine sichere Führung für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen. Die Umfrage kommt daher zu dem Ergebnis, dass in Gladbeck Radfahrer:innen an Baustellen häufig zum Absteigen und Schieben gezwungen werden.


„Wir GRÜNE wollen die Verkehrswende!“

– Bernd Lehmann, Fraktionsvorsitzender

„Wir GRÜNE wollen die Verkehrswende“, so Lehmann. „Wir sehen das Ergebnis als Motivation und Bestätigung den Radverkehr weiter zu fördern. Dass die CDU jetzt eine Kampagne gegen sichere und notwendige Radwege auf der Buerschen Straße führt, ist ein Trauerspiel und Spiegelbild einer rückwärtsgewandten Politik. Wir unterstützen die Stadtverwaltung bei der Umsetzung ihrer Radverkehrspläne!“

Ergebnisse des ADFC-Klimatestes