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06Sep

Gesundheit und Klimaschutz – Wir brauchen eine ökologische Verkehrswende

Der Diesel-Abgas-Skandal verdeutlicht die Forderung nach einer ökologischen Verkehrswende für Gesundheit und Klimaschutz. Bei der Verbrennung von Diesel entstehen der gesundheitsgefährdende Stoffe Feinstaub und Stickstoffoxide kurz NOX. Beide können Atemweges und Herzkreislauferkrankungen auslösen und gelten als potentiell krebserregend.

Die Europäische Union hat daher Grenzwerte pro Kubikmeter Luft festgelegt, die in vielen deutschen Städten überschritten, so dass es in bereits in 16 laufende Gerichtsverfahren zu Nox Reduktion und Dieselfahrverboten gibt.

In Gladbeck wird der Grenzwert für Feinstaub laut der Messstation der Landesstelle für Umweltschutz dieses Jahr bereits an 15 Tagen überschritten.

„Die Einführung einer blauen Plakette, die es den Kommunen ermöglicht, Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge zu erteilen, stellt eine kurzfristige Lösung dar! Mittelfristig benötigen wir eine ökologische Verkehrswende durch Ausbau und digitale Vernetzung von öffentlichem Nahverkehr, Rad- und Fußverkehr Car-Sharing und Förderung der emissionsfreien Elektromobilität, betrieben von Strom aus erneuerbaren Energien“ unterstützt Simone Steffens die Forderung der grünen Bundespartei.

Die Gladbecker Grünen sehen in dem entstehenden Gladbecker Radverkehrskonzept eine große Chance, das Radfahren für Bürgerinnen und Bürgern attraktiver zu machen. Durch die Anschaffung von Elektroautos kann die Stadt Gladbeck, Menschen auf Elektromobilität neugierig machen und für ihre Nutzung werben.

05Jul

Wittringen: GRÜNE lehnen Planung und Vergabe nach dem Konzept der Verwaltung ab!

Mit Auslaufen des bisherigen Pachtvertrages für die Gastronomie des Wasserschlosses wurde eine Neu-Ausschreibung nötig. Die Stadt sprach daraufhin gezielt einige wenige Interessenten an; eher zufällig ergaben sich weitere Anfragen als Folge eines WAZ-Artikels zum Thema. Den GRÜNEN reicht das nicht.

Ratsherr Franz Wegener, Mitglied im Wirtschaftsförderungsausschuss: „Eine Anzeige, etwa in einem bundesweit erscheinenden Gastronomie-Fachblatt, hätte für einen größeren Bewerberkreis und damit für mehr Auswahlmöglichkeiten, mehr Transparenz und vor allem für mehr Chancengleichheit gesorgt. Diese Gelegenheit wurde leider vertan.“

Im Herzen des Wittringer Waldes: Das Wasserschloss mit der heutigen Gastronomie

Fraktionsvorsitzender Mario Herrmann sieht zudem die Gefahr, dass mit der Verpachtung des zurzeit vom ZBG genutzten Grundstückes gegenüber dem Stadioneingang direkt an der B 224, Wittringen als Freizeitstätte weiter beschnitten wird: „Schon einmal, nach dem zweiten Weltkrieg, wurden an der Gildenstraße Villen in den Wald hinein gebaut. Auch damals gab es sicherlich pragmatische Gründe für diese Planung. Ein weiteres ‚Anknabbern’ Wittringens von den Rändern her wird es mit uns nicht geben!“

Die Gladbecker Grünen werden daher einem Erbbaurechtsvertrag für das Grundstück an der B 224, das später sehr wahrscheinlich am Ausgang des geplanten Lärmschutztunnels liegen wird, unter den nun bekannten Bedingungen nicht zustimmen.

25Mai

Geschwindigkeitsbegrenzung verschärfen und ausdehnen: Unsere GRÜNE Ratsfrau Simone Steffens fordert Tempo 50 auf der B224

steffens_simone_gladbeck_BMIn der Vergangenheit gab es ausgiebige Schriftwechsel mit der Bezirksregierung Münster, die Geschwindigkeitsbegrenzung – von Süden kommend – bis Gelsenkirchen-Buer auszudehnen. Darauf jedoch haben sich weder die Bezirksregierung noch Straßen.NRW (mit Hinweis auf fehlende Messwerte und Unfallstatistiken) bisher eingelassen.

Nun jedoch hat sich Ausgangslage verschoben – oder zumindest die „offizielle“ Sicht darauf. Wurde noch in einem Zwischenbericht aus dem Jahre 2012 der Stadt Gladbeck mitgeteilt, dass es keine Möglichkeit gäbe, eine Messstation für Mensch und Umwelt hochgradig belastende Stickoxid- und Feinstaub-Werte einzurichten, steht seit dem 15.12.2015 eine Messstation im Bereich Goethestraße.

Die mehrfache Überschreitung des Grenzwertes von 40 µg/m3 für Stickoxid – jahrelang gemessen durch den Passivsammler an der Grabenstraße – führte bereits zu einem Mahnschreiben der EU und in der Folge zur ersten Reduktion des Tempolimits auf dem beschaulichen Teilstück der Grabenstraße zwischen Garten- und Wilhelmstraße: die Einrichtung von Tempo 30.

Was jahrzehntelang mit Hinweis auf obere Zuständigkeiten nicht möglich war, scheint – mit der Vermeidung eines Vertragsverletzungsverfahrens seitens der Europäischen Union – nun ordnungspolitische Realität zu werden. Doch auch in Sachen Feinstaub, der als besonders schädigend für die Atemwege gilt, zeigt sich, dass Gladbeck einen traurigen Spitzenplatz neben Gelsenkirchen und Hagen erreicht.

„Der Jahresmittelwert läuft unaufhaltsam in Richtung der Grenzwert-Schallmauer. Statt wie das Kaninchen auf die Schlange zu schauen, sollte man besser auch hier einen Schritt weiter gehen und die Werte versuchen, nach unten zu drücken“, sagt Ratsfrau Simone Steffens. „Gerade jetzt, wo der Sommer mit höherer Feinstaubbelastung vor der Tür steht, brauchen wir umso mehr ein schärferes Tempolimit auf der B224!“

Dem entspricht die überfällige Ausweitung der Maut-Gebühr auf Bundesstraßen ab 2018, wie das Bundeskabinett sie letzte Woche auf den Weg gebracht hat. So dürfte auch – nach langem Biegen und Brechen – die B224 durch Gladbeck den Status erlangen, den die B1 durch Dortmund schon länger hat: eine entschleunigungswürdige Stadtstraße im Herzen des Ruhrgebietes.

24Mrz

GRÜNE: Beim A52-Ausbau das Optimum für Gladbeck erreichen – Fundamentalopposition schadet den Interessen der Menschen in unserer Stadt!

Die Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Grünen bietet uns in Gladbeck die Chance, die immer skurrilere Blüten treibende Diskussion um die B224/A52 vom Kopf auf die Füße zu stellen.

Fakt ist, dass der Bund den Lückenschluss der A52 durch unsere Stadt nach wie vor erreichen will. Dass er vor dem Bürgerentscheid anderes zugesichert hat, mag man beklagen, aber die Planungshoheit für Bundesstraßen und Bundesautobahnen liegt nun mal beim Bund.

Fakt ist, dass beim Bürgerentscheid vor drei Jahren der damals vorliegende Kompromiss mehrheitlich abgelehnt wurde. Die Gründe mögen differenziert gewesen sein, aber ganz offensichtlich empfanden viele GladbeckerInnen das seinerzeit erzielte Verhandlungsergebnis als unzureichend.

Fakt ist auch, dass Linke und Bürgerforum sich in ihrer hilflosen Fundamentalopposition immer mehr verrennen. Offenbar merken sie dies inzwischen selbst und greifen in ihrer Not zunehmend zu Verfälschungen und unbelegten Aussagen. Da war zunächst die Behauptung, das Möbelhaus Ikea würde sich in Bottrop nur ansiedeln, wenn die A52 nicht gebaut würde. Das Gegenteil ist richtig: Ikea siedelt sich bevorzugt gerade dort an, wo sich Autobahnanschlüsse und -kreuze in unmittelbarer Nähe befinden, was unternehmerisch ja auch nachzuvollziehen ist. Hinzu kam jüngst die Behauptung, der Bau eines Tunnels durch Gladbeck würde 500 Millionen Euro kosten. Dafür gibt es nicht den geringsten Beleg, die Summe ist schlichtweg erfunden, weil sie schön hoch klingt und geeignet ist, die Menschen zu verunsichern. Gleiches gilt für die jetzt genannte Tunnellänge von angeblich mindestens 2,6 Kilometern und die angeblich „immissionstechnisch nicht beherrschbare“ Rampe. Ziel des Bürgerforums ist nicht die Suche nach der besten Lösung für unsere Stadt, sondern möglichst viel Verwirrung zu stiften!

Aus guten Gründen besteht in Gladbeck weitgehende Einigkeit darüber, dass der jetzt geplante Ausbau zwischen A42 und A2 – inklusive Kreuz auf Gladbecker Gebiet – abzulehnen ist. Daher haben sowohl die Stadt als auch zahlreiche BürgerInnen Widerspruch gegen das Planverfahren erhoben. Der von der Stadt beauftragte Fachanwalt hat allerdings mit deutlichen Worten vor der Illusion gewarnt, dass sich auf diesem Wege das Verfahren insgesamt stoppen ließe. Allenfalls zeitliche Verzögerungen und Detailkorrekturen ließen sich dadurch erreichen.

Zwischenzeitlich hat sich herumgesprochen, dass nichts in der Politik alternativlos ist. Aber es gibt immer gute und schlechte Alternativen. Die schlechte wäre in diesem Fall, auf grundsätzlicher Ablehnung zu beharren, was dazu führen würde, dass Gladbeck lange Jahre mit der Belastung eines neuen Autobahnkreuzes („-dreiecks“) und zunehmendem Verkehr leben müsste, ohne die deutliche Verbesserung durch eine Führung der Autobahn im Tunnel zu bekommen.

Die bessere Alternative für unsere Stadt liegt in dem Weg, der jetzt eingeschlagen wurde: Mit dem Bürgerentscheid im Rücken in Verhandlungen mit Bund und Land zu gehen, um weitere Zugeständnisse im Sinne Gladbecks über das Ergebnis von 2011 hinaus zu erzielen. Die Gladbecker GRÜNEN unterstützen dieses Vorgehen ausdrücklich!

23Apr

Unser Kommunalwahlprogramm 2014-2020

Kommunalwahlprogramm Bündnis 90 / Die GRÜNEN Gladbeck 2014-2020

Was lange währt, wird endlich gut! Hier findet ihr unser nagelneues Kommunalwahlprogramm für das Gladbeck der Jahre 2014-2020! Viel Spaß beim Lesen! (PDF, weboptimiert, 1,8 MB)

18Apr

Innenstadt + Nordpark ökologisch erneuern

Die Innenstadtentwicklung ist einer der Schwerpunkte der grünen Politik für Gladbeck. Mit Mario Herrmann stellen die Gladbecker Grünen sogar den Vorsitzenden des Ratsausschusses für „integrierte Innenstadtentwicklung“. Aber was heißt hier „integriert“?

Der Begriff macht Sinn, denn früher befasste sich Politik nur mit Fragen des klassischen Städtebaus, also etwa der Anlage von Straßen und Wohnblöcken. Die aktuelle Stadtplanung greift aber weit über das architektonisch-gestalterische Moment hinaus. Wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte werden heute immer gleich mit gedacht. Daher „integriert“ .

Und es besteht Handlungsbedarf: Etwa 11.000 der rund 74.000 Einwohner leben in der Innenstadt. 40% der Familien dort gelten als arm oder armutsnah. Hinzu kommen Leerstände und Bausünden, die beseitigt werden müssen. Dabei lohnt der Aufwand, denn die Innenstadt birgt mit der Rentforter Straße die historische Altstadt von Gladbeck. Die größten Kirchen stehen hier. In den Eiscafés verbringen viele GladbeckerInnen angenehme Stunden und die meisten Realschulen und Gymnasien konzentrieren sich hier.

City-Center revitalisiert

Aber die Zeit ist nicht stehengeblieben. Der e-commerce setzt (fast) allen Einzelhändlern zu. So musste erst unlängst die Traditionsbuchhandlung Tümmers an der Postallee aufgeben. Auch scheint die Idee des Kaufhauses ein Auslaufmodell: Hier steht die unrühmliche Geschichte von Karstadt Pate. Aber es gibt auch eine Menge gute Nachrichten: Angefangen bei dem allseits gelobten Neuen Rathaus und dem attraktiven Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Gesundheitsamts. Die Neue Galerie und ihre Gastronomie werden durch die Aufwertung des Rathausparks weiter an Attraktivität gewinnen. Die Blockade um das P&C-Haus am Markt ist endlich überwunden und das City-Center ist derweil erfolgreich revitalisiert worden – wie etwa auch das alte Arbeitsamtsgebäude an der Goethestraße. Der alte Schlachthof ist derweil abgerissen und rund um den denkmalgeschützten Turm wird Kleingewerbe und Wohnbau folgen. Und das Beste zum Schluss: Die Einkaufszone wird bereits modernisiert, während die Leser diesen Artikel studieren. Bewährtes wie Brunnen und Bachlauf an der Lambertistraße bleiben. Das Pflaster wird in weiten Teilen der Innenstadt schicker, es werden moderne Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen und Stelen in der Gestalt der Stadt-Silhouette werden die Blicke auf sich ziehen. Insgesamt wird die Optik der City aufgeräumter und damit eleganter ausfallen als bisher. Bezahlt wird das übrigens größtenteils mit Bundesmitteln.

Bürgerbeteiligung

Begleitet wird der gesamte Planungsprozess von umfangreicher Bürgerbeteiligung! Jeder, der Ideen anzubieten hat, konnte und kann sie auch einbringen. Dafür steht etwa das Stadtteilbüro an der Goethestraße. Dort können Sie sich über die aktuellen Pläne informieren, selbst Anregungen einbringen oder Anträge stellen, etwa für das Hof- und Fassadenprogramm. Ein Beispiel: Wenn Sie als Eigentümer Ihren Innenhof ökologisch renaturieren wollen und statt Beton eine Wiese mit Bank möchten, bezuschusst die Stadt das mit ca. 30 Euro für den begrünten Quadratmeter.

Dann geht es immer auch um das Spannungsfeld zwischen Zentrum und Peripherie. Discounter, die auch saisonal Gartenartikel anbieten, gefährden Samengeschäfte in der City genauso wie der Baumarkt, der plötzlich auch T-Shirts verkauft. Wir müssen die „grüne Wiese“ zugunsten eines aktiven Zentrums klar begrenzen. Anders geht es nicht.

Oberhof

Ein tolles Zentrum nützt nichts, wenn niemand hinkommt, daher entwickeln Politik und Verwaltung aktuell Pläne für einen neuen Oberhof: Die Oststadt wird wieder ebenerdig an die City angeschlossen, der Zugbahnhof näher an den Busbahnhof gelegt und das alte Parkhaus neu überbaut. Allgemeines Ziel muss es sein, dass Menschen, Aktivitäten und Investitionen ihren Weg zurück in die Innenstadt finden. Damit dies insbesondere auch für alte Menschen gilt, die sich in den nördlich von Gladbeck entstandenen Einfamilienhaus-Siedlungen zunehmend unwohl fühlen und zurück nach Gladbeck wollen, müssen wir verstärkt auf Barrierefreiheit achten.

B224

Die A52 war ein wichtiges Thema, jetzt ist es tot. Mit den Ausbauplänen ist auch die Planung des Lärmschutztunnels gestorben. Das bedauern wir. Die aktuelle Situation ist unerträglich. Wir haben als Grüne daher angeregt, die B224 im Innenstadtbereich mit Radarfallen und Geschwindigkeitsbegrenzungen sicherer und für die Anwohner mit Lärmschutzmaßnahmen verträglicher zu machen. Aber außerhalb von Gladbeck stellt man die Ohren auf Durchzug. Bisher gibt es lediglich ein Schild, das vor „Rotlichtkontrollen“ warnt. Da muss dringend mehr geschehen.

Nordpark

Zum Schluss noch ein Ausblick für den Norden der Innenstadt, den Nordpark: Die vorhandenen Spielbereiche für Kinder und Jugendliche werden modernisiert und ausgebaut: Eine Beachvolleyball- und eine Beachsoccer-Anlage werden ebenso dazukommen wie ein Klettergarten für die älteren Kinder. Die Aufenthaltsqualität wird durch die Maßnahmen für alle Besucher deutlich steigen. Und: Keine Angst mehr vor den Gänsen! Die werden demnächst durch das ein oder andere Kinderspielplatz-Gatter auf Distanz gehalten. Im ganzen Park werden zudem Steinliegen zum Verweilen einladen.

Es gibt eine Menge, worauf wir uns in den nächsten Jahren freuen dürfen!

16Jan

„FRACKING“ – günstige Energiequelle oder pures Umweltrisiko?

GRÜNE laden am Montag, dem 20.01.2014, um 19.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung mit der Landtagsabgeordneten Wibke Brems ins Fritz-Lange-Haus!


Mit der Methode des Hydraulic Fracturing (hydraulisches Aufbrechen, kurz „Fracking“) ist es möglich, Gas- und Ölvorkommen zu fördern, die in Gesteinsschichten gebunden sind. Dabei wird eine Mischung aus Wasser, Sand und verschiedenen Chemikalien unter hohem Druck in die Bohrung gepresst, um so das Gestein aufzubrechen und das Gas freizusetzen.

In den USA wird die Methode in dünn besiedelten Landstrichen bereits im großen Stil eingesetzt und hat zu sinkenden Gas- und auch Strompreisen geführt. In Deutschland fehlt es noch an einer bundesgesetzlichen Regelung. Bislang sind Fracking-Vorhaben in NRW auf Eis gelegt, weil es erhebliche Umweltbedenken und großen Widerstand in der Bevölkerung gibt.

Auch der regionale Trinkwasserversorger RWW stellt fest, dass Fracking und sichere Trinkwasserversorgung sich grundsätzlich ausschließen. Allerdings haben diverse Energiekonzerne auch in NRW Aufsuchungslizenzen erhalten, um nach dem Gas zu suchen und sich auf Fracking vorzubereiten.

Vor diesem Hintergrund möchte Frau Simone Steffens, Stadtverbandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, an diesem Abend zur Diskussion stellen: „Welche Risiken birgt Fracking? Wie sehen die gesetzlichen Regelungen aus? Gibt es konkrete Vorhaben für Fracking in NRW? Inwieweit wäre Gladbeck betroffen? Wie positioniert sich die Landesregierung? Wie kann ich als BürgerIn Einfluss nehmen?“

Als fachpolitische Unterstützung haben wir hierzu Wibke Brems, Sprecherin für Klima und Energiepolitik der grünen Landtagsfraktion, nach Gladbeck eingeladen.

Zeit: Montag, 20. Januar 2014, ab 19.30 Uhr.
Ort:
Fritz-Lange-Haus, Großer Saal, Friedrichstraße 7.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Mehr von und über Wibke unter http://wibke-brems.de/

09Jan

Rekultivierungsplanung Mottbruchhalde

Für den kommenden Stadtplanungsausschuss am 23. Januar 2014 stellen die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD folgenden Antrag zur Rekultivierungsplanung der Mottbruchhalde:

„Der Presse war zu entnehmen, dass die RAG die Schüttung der Mottbruchhalde in Kürze abschließt. Dies ist Grund für unsere Fraktionen, die Gestaltung des Haldenbauwerkes und dessen Einbindung in die Gladbecker Haldenlandschaft sowie in den Stadtteil erneut zu erörtern.

Wir bitten daher die Verwaltung, in der Sitzung darzustellen, welche Haldengestaltung mit der RAG, dem RVR und der Bergaufsicht vereinbart wurde und wie der aktuelle Sachstand der Planung aussieht. Dabei ist für uns auch interessant, auf welchen Grundlagen diese Vereinbarungen getroffen wurden. Liegen beispielsweise Vertragswerke zwischen den Partnern vor und/oder macht der Abschlussbetriebsplan hierzu Aussagen?

Die Schüttung der Mottbruchhalde ist und war nie isoliert zu betrachten. Sie bildet einen Baustein im Konzept der Gladbecker Haldenlandschaft und der Wittringer Freizeitlandschaft und soll diese als wichtige Rückzugs- und Naherholungsräume aufwerten. Insofern ist auch die Einbindung der Halde in die nähere Umgebung von Interesse.

Wir bitten um Darstellung, wie Besucher zukünftig gelenkt werden sollen? Welche Wegeverbindungen sollen ausgebaut und in das übrige Wegenetz angeknüpft werden? Wo entstehen Parkplätze und wie sind diese zu erreichen?

Wir regen an, zu diesem Tagesordnungspunkt Vertreter des Regionalverbands sowie der RAG hinzuzuladen.“

Den kompletten Antrag nach § 7 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt Gladbeck und seine Ausschüsse finden Sie hier:

Antrag „Rekultivierungsplan Mottbruchhalde“

19Nov

GRÜNE wollen Lärmgutachten für B224 erstellen: Tempo 50 soll Anwohner schützen


Die GRÜNEN drängen weiter auf eine Geschwindigkeitsreduzierung entlang der B224. Bereits im April 2012 hatten sie gemeinsam mit der SPD beantragt, „Tempo 50“ entlang der Bundesstraße auszuschildern. Jetzt wollen sie den Nutzen durch ein Lärmgutachten untermauern lassen.

„Unser Ordnungsamt braucht Rechtssicherheit, wenn es das Land verpflichtet, die Geschwindigkeit auf Tempo 50 zu reduzieren“, begründet Grünensprecher Bernd Lehmann den Gutachteraufwand. In einer Stellungnahme hatte der Kreis Recklinghausen im Juli 2012 deutlich gemacht, dass er als Aufsichtsbehörde die städtische Anordnung auf ihre Rechtmäßigkeit überprüfen könne. Der Kreis räumte aber ein, dass das Ordnungsamt zum „Schutz der Bevölkerung vor Lärm“ Geschwindigkeitsbeschränkungen erlassen könne. Um den Nachweis zu erbringen, dass geringere Geschwindigkeiten auf der Bundesstraße auch zu weniger Lärm führen und somit der Eingriff „verhältnismäßig“ sei, empfiehlt der Kreis eine Schalluntersuchung im Rahmen einer Gesamtbilanz.

Die Bezirksregierung Münster unterstützt in Ihrem Schreiben vom 26.07.2012 das vom Kreis vorgeschlagene Vorgehen als „beanstandungsfrei“. Sie betont: „Weniger Tempo = Weniger Lärm: Grundsätzlich steigt der Lärmpegel bei Geschwindigkeiten über 50 km/h an.“

Die GRÜNEN wollen daher gemeinsam mit der SPD 10.000 EUR für die Begutachtung im Haushalt einplanen. Lehmann: „Wir wollen jetzt endlich bestandsverbessernde Maßnahmen an der B224 durchsetzen. Das Gutachten soll die Stadt dazu in der Lage versetzen!“

Schreiben der Bezirksregierung Münster zu bestandsverbessernden Maßnahmen auf der B 224 in Gladbeck

25Sep

Hurra, die Stadt ist nicht pleite! 40.000 Euro für provisorisches Parken auf dem Marktplatz

Mit alten Sitzbänken, ein bisschen Farbe und Autoblech soll also die Attraktivität unserer Innenstadt gerettet werden. So sieht der Plan der Verwaltung aus, probeweise 33 Parkplätze auf dem Marktplatz anzulegen. Dieser befristete Versuch soll stolze 40.000 Euro kosten. 

„Bis gestern hatte ich noch gedacht, die Stadt sei pleite und hätte sich einem harten Spardiktat unterworfen“, so Bernd Lehmann, Ratsmitglied für Bündnis 90/Die Grünen. „Aber heute hat sich ein Geldtopf geöffnet, mit dem man für jeden Parkplatz gut 1.200 Euro ausgeben kann. Was gab es doch für einen Aufschrei, als entlang der Möllerstraße Schutzstreifen für Radler für 3.000 Euro markiert werden sollten. Jetzt könnten wir also 13 weitere Straßen für Fahrradfahrer aufwerten. Für die 40.000 Euro könnte 128 Kindern aus Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen ein kostenloses Kindergartenjahr garantiert werden. Oder man könnte rund 2.500 neue Medien für die Bücherei anschaffen, einen weiteren Raum im Wittringer Museum neu gestalten oder das Gladbecker Kinderzimmer für sechs Monate weiter finanzieren. Ach, das viele schöne Geld: Man könnte an den vier Adventssonntagen in ganz Gladbeck kostenfreien Busverkehr anbieten, so dass kein Gladbecker einen Parkplatz in der Stadt bräuchte, sondern einfach sorgenfrei in den Bus einsteigt und den Weihnachtsbummel genießt.“ 

Mit dem Provisorium gewinnt die Stadt nicht an Attraktivität. Eins ist aber sicher: Sie verliert 40.000 Euro, mit denen man in Zeiten leerer Kassen 1.000 sinnvollere Dinge finanzieren könnte. 

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